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06.11.2014

Bauschutt-Recycling für den Waldwegebau

Sinnvoller Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz

Bauschutt Waldwegebau

Von links: Helmut Eichstetter vom gleichnamigen Unternehmen, Josef Bauer und Gernot Geißler von der Abfallwirtschaft am Landratsamt Landshut sowie der Vorsitzende der Waldbauernvereinigung Ludwig Huber

Kürzlich trafen sich Vertreter des Landratsamts Landshut, der Waldbesitzer sowie der Hersteller von Recyclingmaterialien in Pfarrkofen, um über die Vorteile und Einsatzmöglichkeiten von ganzjährig befahrbaren Forstwegen aus Recyclingmaterialien zu informieren.

Der Vorsitzende der Waldbauernvereinigung Ludwig Huber erläuterte die Vorteile eines gut ausgebauten Waldwegenetzes für die Holzbewirtschaftung. War es früher ausreichend, dass die Wege bei Frost oder Trockenheit befahrbar waren, ist es heutzutage dringend erforderlich, die Holzabfuhr ganzjährig und bei jeder Witterung durchführen zu können. Der Grund hierfür ist der weiter zunehmende Bedarf der Holzindustrie nach einer kontinuierlichen Belieferung.

Geschäftsführer Helmut Eichstetter von der gleichnamigen Firma für Recycling und Erdbau in Furth informierte über die Vorteile von zertifiziertem Bauschutt-Recyclingmaterial bei der Verwendung im Wegebau. Dieses könne durch seine Eigenschaften die Anforderungen am besten erfüllen und leiste durch die Wiederverwendung von gebrauchten Baustoffen noch einen sinnvollen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz. Forstwege aus Recyclingmaterial wiesen gegenüber Wegen aus Kiesmaterial eine vielfach höhere Tragfähigkeit und Dauerhaltbarkeit aus.

Gernot Geißler und Josef Bauer von der Abfallwirtschaft am Landratsamt Landshut erläuterten die Vorschriften und rechtlichen Rahmenbedingungen die hierbei zu beachten sind. Unerlässlich sei, dass es sich um geprüfte, güteüberwachte und zertifizierte Recyclingbaustoffe handle, die auf Grundlage des sogenannten „RC-Leitfadens“ hergestellt wurden. Erst die Zertifizierung bescheinigt die Qualitätssicherung bei der Herstellung der Materialien. Diese werden dann wie natürliche Baustoffe betrachtet und können mit Ausnahme von Trinkwasserschutzgebieten direkt im Grundwasser und im 60-Meter Bereich von Gewässern Erster und Zweiter Ordnung überall verwendet werden. Sollen Baustoffe eingesetzt werden, die nicht nach dem Leitfaden hergestellt wurden, ist in jedem Einzelfall eine wasserrechtliche Erlaubnis für den Einbauort erforderlich. 

(Markus Mühlbauer - Pressesprecher Landkreis Landshut)