» »

05.11.2018

Wenige Minuten sind entscheidend

Attenhausener Feuerwehrmänner
zu Ersthelfern bei Herzstillstand ausgebildet

Defi-Zubringer durch die Feuerwehren

Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Jürgen Königer (rechts unten), wies gemeinsam mit dem Rettungsdienst-Mitarbeiter Teddy Sturm (unten, 2. v. l.) die Aktiven im Umgang mit dem Defibrillator ein.

Es geht um wenige Minuten, die bei einem Herzstillstand über Leben und Tod entscheiden können: Zwanzig Aktive der Feuerwehr Attenhausen (Gemeinde Bruckberg) haben sich deshalb im Rahmen des Projekts „Defi-Zubringer durch die Feuerwehr“ zu Ersthelfern ausbilden lassen.

Teddy Sturm von der Johanniter Unfallhilfe schulte im Beisein des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst, Jürgen Königer, die Feuerwehrler im Umgang mit dem Defibrillator, damit sie in Notfällen in ihrem Gemeindebereich wertvolle Hilfe leisten können – denn ein Herzstillstand sei ein „Wettlauf mit der Zeit“, bei der es auf jede Sekunde ankomme.

Durch ihre geografische Randlage im Rettungsdienstbereich Landshut kommt der Feuerwehr Attenhausen eine besondere Rolle zu: Aufgrund ihrer Ortsnähe werden die Aktiven im Regelfall einige Minuten vor Notarzt und Rettungsdienst an der Einsatzstelle eintreffen. Diese wenigen Augenblicke können aber womöglich über den Tod oder das Weiterleben des Patienten entscheiden.

Bei einem Notfall wählt der Hilfesuchende die 112 und erreicht die Integrierte Leitstelle. Der Disponent nimmt den Notruf auf, alarmiert Rettungswagen und Notarzt. Parallel wird auch die örtliche Feuerwehr benachrichtigt, die mit Herzdruckmassage und Anlage des Defibrillators den Patienten erstversorgt, bis die medizinischen Hilfskräfte die Behandlung des Patienten vor Ort übernehmen können. Die Feuerwehrler haben sodann ihre wichtige Aufgabe erfüllt. 

Nach den Feuerwehren Bodenkirchen, Jesendorf, Bruckberg, Gündlkofen und Baierbach ist die FF Attenhausen eine weitere Wehr im Landkreis, die sich an diesem Projekt beteiligt. Die Gemeinde übernimmt dabei die Kosten für die Anschaffung des Defibrillators. Im Landkreis Kelheim ist dieses Modell bereits erfolgreich etabliert.

(Carina Weinzierl, Pressesprecherin Landkreis Landshut)