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06.09.2017

Arbeit für die Naturschätze der Heimat

Landschaftspflegeverband informiert Bürger
mit Broschüre und Internetauftritt

 

Landschaftspflegeverband - Broschüre - Homepage
Ein Logo, eine neue Informationsbroschüre, der erste Internet-Auftritt: der Landschaftspflegeverband (LPV) Landshut. Der knapp ein Jahr junge LPV nimmt seinen Informationsauftrag ernst; das Bild zeigt, von rechts, Landrat Peter Dreier, LPV-Geschäftsführer Tobias Lermer, Verwaltungsmitarbeiterin Elisabeth Heilmeier und Naturschutz-Fachberater Helmut Naneder.

Information ist der Anfang von allem – diesem Motto trägt der seit letztem Jahr bestehende Landschaftspflegeverband Landshut (LPV) von Anfang an durch Berichte in den regionalen Medien Rechnung. Jetzt hat er mit der Herausgabe einer kleinen Broschüre und einem Internet-Auftritt (www.lpv-landshut.de) einen nächsten Schritt auf diesem Gebiet unternommen. Darüber zeigte sich Landrat Peter Dreier sehr erfreut, dem das LPV-Team die neuen Informationswege vorgestellt hat, auf denen nun stetig über die Arbeit des LPV zur Pflege und Entwicklung von ökologisch wertvollen Flächen in Stadt und Landkreis Landshut informiert wird.

Wie LPV-Geschäftsführer Tobias Lermer, der Fachberater des LPV, Helmut Naneder (Landratsamt Landshut) und die Verwaltungsmitarbeiterin Elisabeth Heilmeier darlegten, verfügt der LPV nun auch über ein in enger Zusammenarbeit mit der Vorstandschaft entwickeltes Erkennungszeichen – ein einprägsames Logo. Mit drei stilisierten Wasserläufen, die Isar, Vils und Laaber andeuten, Hügeln, viel Grün und dem unverkennbaren Symbol der Region Landshut, der St. Martinskirche, in der Mitte, bringt das Logo das gemeinsame Anliegen der Mitglieder des Verbandes auf einen symbolischen Nenner – von Stadt Landshut, Landkreis Landshut, 29 Landkreis-Gemeinden, 16 Verbänden sowie Privatpersonen. 

Im ersten Jahr seines Bestehens hat der LPV wichtige Projekte angepackt und weitere Initiativen angestoßen, wie Landrat Dreier im Gespräch mit dem LPV-Team betonte. Die jahrzehntelange Erfahrung des Naturschutzfachmanns Helmut Naneder in der praktischen Arbeit und die breite Vertrauensbasis bei den Kommunen seien für die Leistungsfähigkeit des im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen LPV dabei von unschätzbarem Wert, sind sich Landrat Dreier und LPV-Geschäftsführer Lermer einig.

Seit Herbst 2016 lässt der LPV geeignete Areale in Stadt und Landkreis buchstäblich erblühen: „Landshut blüht“ heißt die Initiative denn auch, in deren Rahmen bereits mehrere hundert Obstbäume gepflanzt und neue Blumenwiesen angelegt worden sind. Die Pflege von Streuobstbeständen auf dem Areal des ehemaligen Landshuter Standortübungsplatzes und Pflegemaßnahmen im Tal der Großen Laber auf dem Gebiet der Stadt Rottenburg sind bezeichnende Beispiele für die Arbeit des LPV für die Naturschätze der Heimat der Menschen in Stadt und Land.

Fachleute haben an alten Baumkronen umsichtig Pflegeschnitte vorgenommen, damit die ökologisch wertvollen Bäume länger ihre Aufgabe in ihrem jeweiligen Lebensraum erfüllen und Wanderer und Rast machende Menschen erfreuen können. Im Labertal wurde und wird in Zukunft eine schonende Mahd vorgenommen – abgestimmt auf die Brutzeiten von Wiesenbrütern wie dem Kiebitz, um die Populationen dieser für viele Gebiete im Landshuter Raum charakteristischen, aber selten gewordenen Vogelarten zu stabilisieren.

Neben der schonenden Mahd ist es ein weiteres Vorhaben des LPV, im Mettenbacher-Grießenbacher Moos – in dem rund 180 Hektar Fläche dem Landkreis Landshut gehören – an geeigneten Stellen Streifen von Schonbrachen anzulegen. Hier bleibt die natürliche Vegetation ungestört, um dem Großen Brachvogel und anderen seltenen Tierarten Rückzugsmöglichkeiten und Nahrungsquellen zu verschaffen.

Bei der Entwicklung von Logo, Broschüre und Internet-Auftritt hat das LPV-Team mit der Firma Medienwerkstatt Gerstorfer (Dachau) zusammengearbeitet. Es sei dabei von großem Vorteil gewesen, dass der Firmeninhaber Stefan Gerstorfer Landschaftspflege studiert hat, legte LPV-Geschäftsführer Tobias Lermer dar.

Erfreut sind die drei Mitarbeiter des LPV-Gründungs-Teams, dass Siegfried Pschibul-Markgraf auf Werkvertragsbasis die kleine Mannschaft des Verbandes verstärkt. Er ist Ansprechpartner für den Vertragsnaturschutz und zuständig für das Flächenmanagement in der Landshuter Flutmulde. Im Landratsamt Landshut hat der LPV inzwischen neue Räume belegt, im fünften Stock; die neuen Telefonnummern und weitere Angaben finden sich bereits in der Informationsbroschüre und im Internet-Auftritt.

Auch neue Aufgaben warten natürlich auf den LPV. Unter anderem ist bei der Regierung von Niederbayern ein Amphibien-Schutzprojekt beantragt worden, mit dem der LPV im Rahmen des Biodiversitäts-Programms Niederbayern zum Artenreichtum in der Natur der Heimat beitragen will. 

Fachberater Helmut Naneder ist derzeit unter anderem schwerpunktmäßig unterwegs, damit Ausgleichsflächen des Landkreises für Straßenbaumaßnahmen im Rahmen des Zubringers der Kreisstraße LA 25 zur B 15neu im Raum Neufahrn und Ergoldsbach geschaffen werden können. Hier stellt sich die Aufgabe, artenreiche Magerwiesen mit standortgerechten Gehölz-Pflanzungen anzulegen (wie Schlehe, Holunder, Haselnuss und Weißdorn). 

Aber auch in anderen Gemeinden wie Essenbach und Baierbach, Geisenhausen, Velden oder Ergolding stehen, in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen, derzeit Festlegungen an, welche Flächen für Ausgleichszwecke geeignet sind und erworben werden sollen. In der praktischen Umsetzung übernimmt Naneder in enger Abstimmung mit den zuständigen Landschaftsplanern die ökologische Bauleitung bei allen anstehenden Projekten.

Angesichts der vielen Eingriffe des Menschen in Landschaft und Natur wird dem LPV die Arbeit sicher nie ausgehen, führte Landrat Dreier aus. Er wünschte dem LPV-Team weiter so viel Elan und Unterstützung von Seiten der Entscheidungsträger in den Kommunen.

Die neue Homepage des Landschaftspflegeverbandes Landshut:

www.lpv-landshut.de

(Carina Karg, Pressesprecherin Landkreis Landshut)