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12.04.2019

Freie Alten- und Pflegheim-Zimmer im Überblick

Neue Pflegeplatzbörse ins Leben gerufen

Pflegeplatzbörse

Im Bild v. links: Städtischer Seniorenbeauftragter Franz Linzmeier, Klaus Lehner vom Christlichen Bildungswerk, AOK-Direktor Richard Kirmaier, Altenheimseelsorgerin Dr. Nina Lubomierski, (vorne sitzend): Bernd Heinze vom Evangelischen Bildungswerk und die Landkreis-Seniorenbeauftragte Janine Bertram.

Der Umzug in ein Alten- und Pflegeheim ist für viele Menschen kein einfacher Schritt – weder für die betroffenen älteren Menschen noch für ihre Angehörigen. Der große Wunsch ist zumeist, den Lebensabend in den eigenen vier Wänden verbringen zu können. Doch selbst wenn die Entscheidung für ein Pflegeheim gefallen ist, ist die Realisierung in Stadt und Landkreis Landshut bisher alles andere als leicht.

Pflegeplätze sind knapp, ein freies Zimmer zu finden oftmals ein zeitraubendes Unterfangen. Deshalb haben die Seniorenbeauftragten der Stadt und des Landkreises Landshut, gemeinsam mit dem Evangelischen Bildungswerk, eine Pflegeplatzbörse ins Leben gerufen. Die Idee dazu entstand im Seniorenpolitischen Arbeitskreis Landshut, einem Austausch- und Kompetenzgremium der haupt- und nebenamtlich Mitarbeitenden in der Seniorenarbeit in Landshut.

Die Gesundheitskasse AOK unterstützt das Anliegen und so finden Interessierte auf der Homepage www.pflegeplatz-landshut.de eine kompakte Übersicht, in welchem Alten- und Pflegeheim in Stadt und Landkreis aktuell noch Pflegeplätze verfügbar sind. Außerdem enthält die Seite zur besseren Orientierung eine Liste mit allen bestehenden Heimen in der Region.

„Mit der Pflegeplatzbörse wollen wir die Angehörigen unterstützen, die sich nach einer schwierigen Entscheidung auf eine ebenfalls schwierige Suche begeben müssen“, so Bernd Heinze vom Evangelischen Bildungswerk, der die Verantwortung für die Erstellung und Pflege der Internetseite trägt. Janine Bertram, Seniorenbeauftragte des Landkreises, ergänzt, dass die Sozialdienste von Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen ständig auf der Suche nach anschließenden Unterbringungsmöglichkeiten sind. Dem pflichtet auch Franz Linzmeier bei: „Die Plätze in Alten- und Pflegeheimen sind knapp, außerdem soll die Einrichtung ja auch zum künftigen Bewohner passen“, erklärt der Seniorenbeauftragte der Stadt Landshut. Im Internet werden zugleich Angaben wie Doppelzimmer oder die mögliche Belegung durch weibliche oder männliche Bewohner aufgelistet.

Für die Pflegeheime hat es ebenfalls Vorteile: Die Angehörigen müssen nicht mehr „ins Blaue hinein“ bei allen möglichen Anbietern anfragen, sondern können gezielt die Anbieter mit freien Plätzen kontaktieren – der Aufwand für die Pflegeheime und -stationen sowie die Sozialdienste soll sich dadurch spürbar verringern und das Personal entlasten.

Altenheimseelsorgerin Pfarrerin Dr. Nina Lubomierski und Klaus Lehner, Geschäftsführer des Christlichen Bildungswerkes, die dem Leitungsteam des Arbeitskreises angehören, sind begeistert von der Umsetzung.

Die Pflegeplatzbörse wird wöchentlich aktualisiert und steht unter www.pflegeplatz-landshut.de zur Verfügung. Auch die beiden Seniorenbeauftragten von Stadt und Landkreis Landshut können bei Rückfragen kontaktiert werden.

(Carina Weinzierl, Pressesprecherin Landkreis Landshut)