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13.02.2020

Gebietsbetreuer-Netz wieder komplett

Ökologe Fabian Hertrich trägt Sorge für Flora und Fauna in den Isarauen

Gebietsbetreuer Auwälder
 
Im Bild: Landrat Peter Dreier (re.) im Gespräch mit dem Ökologen Fabian Hertrich
 

Viele Tiere und Pflanzen sind in der vom Menschen geschaffenen Zivilisationslandschaft „auf unsere Fürsorge angewiesen“, wie es Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber formuliert. Eine wichtige Rolle dabei spielen die sogenannten Gebietsbetreuer, von denen es in Stadt und Landkreis Landshut drei gibt: Mit dem Ökologen Fabian Hertrich ist die Riege der Gebietsbetreuer in der Region Landshut wieder komplett, freute sich Landrat Peter Dreier im Gespräch mit dem 31-Jährigen Landshuter. Hertrich hat an der Technischen Universität München Umweltplanung und Ingenieur-Ökologie studiert mit Schwerpunkt Schutz von Gewässersystemen.

Rastplatz für Zugvögel auf Europa-Tour
Hertrich ist für Stadt und Landkreis Landshut tätig und trägt Sorge für die große Artenvielfalt in den Auen auf beiden Seiten der Isar im westlichen Landshuter Stadtgebiet sowie auf Landkreisgebiet bis zur Grenze zwischen den Kreisen Landshut und Freising. In seine Zuständigkeit fällt somit auch der Teil des Naturschutzgebietes Vogelfreistätte Isarstauseen, der zum Landkreis Landshut gehört. Dieses Naturschutzgebiet zählt bekanntlich zu den wertvollsten Wasservögel-Schutzzonen Bayerns und ist Teil eines wichtigen europäischen Schutzgebiet-Netzes.

Neben der Bedeutung als Brutstätte für zahlreiche selten gewordene Vogelarten bilden die Isar-Stauseen einen europaweit bedeutsamen Rastplatz für Zugvögel. Für verschiedene Arten ist es eine überlebenswichtige Zwischenstation auf halbem Weg von Finnland nach Spanien zum Beispiel.

Hertrichs Arbeitsfeld ist breitgefächert, denn das Isartal und seine Auen sind ein mit einer großen Artenvielfalt gesegneter Lebensraum. Sein Aufgabenbereich umfasst die Biotope Wasser, Erde und Luft und reicht von den Muscheln und Fischarten im Klötzlmühlbach und in der Isar wie Forelle und Huchen, über Frösche, Zauneidechsen und Blindschleichen bis zu heimischen Flugkünstlern wie den Flussregenpfeifern, die auf Kiesinseln ihre Nester bauen, erläuterte der Ökologe im Gespräch mit Landrat Peter Dreier. Und auch der Schutz der Bestände der selten gewordenen Haselmäuse und Fledermäuse zählt unter anderem dazu.

Enge Kooperation mit Behörden und Verbänden
Drei Gebietsbetreuer sind in Stadt und Landkreis tätig: Philipp Hermann (ehemaliger Standortübungsplatz Landshut mit Isarleite), Adrian Wimmer (Landschaftspflegeverband Landshut, für die Wiesenbrütergebiete im Isarmoos) und Fabian Hertrich für die Isarauen vom Westen Landshuts bis zur Grenze nach Oberbayern.

Gebietsbetreuer spielen eine Schlüsselrolle bei der Abstimmung zwischen verschiedensten Interessengruppen.
Ebenso vielfältig ist auch ihre enge Zusammenarbeit mit Behörden, Institutionen und Verbänden. Bei Hertrich reicht die Liste von der Regierung von Niederbayern und dem Wasserwirtschaftsamt über den Bund Naturschutz und den Landesbund für Vogelschutz bis hin zur Fischereifachberatung des Bezirks Niederbayern. Landrat Dreier wünsche ihm viel Erfolg bei seiner wertvollen Arbeit, die „ein echter Gewinn für die Natur und genauso für die Menschen ist“, wie er betonte.

(Elmar Stöttner, Pressereferent Landkreis Landshut)

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