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20.08.2019

Mit oder ohne Deal: Brexit bringt Veränderungen

Britische Staatsbürger sollten sich im Vorfeld bei Ausländerbehörde
am Landratsamt melden

Egal wie die diplomatischen Verhandlungen über weitere wirtschaftliche Abkommen noch verlaufen werden: Mit dem für 31. Oktober 2019 anvisierten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, dem „Brexit“ wird sich für britische Staatsbürger, die dauerhaft in Deutschland leben, einiges ändern.

Im Landkreis Landshut leben derzeit 87 britische Staatsbürger, die bisher aufgrund der Freizügigkeit innerhalb der EU keines besonderen Aufenthaltstitels bedurften. Mit dem Brexit würde sich dies in jedem Fall ändern. Alle Engländer, Waliser, Schotten und Nordiren müssen einen Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels stellen, der die rechtmäßige Anwesenheit in Deutschland bestätigt. Auch eine Einbürgerung und der Erhalt der Deutschen Staatsbürgerschaft sind unter gewissen Voraussetzungen möglich.

Bei einem No-Deal-Szenario bleibt britischen Staatsbürgern ein Zeitraum von drei Monaten, um diese Anträge zu stellen. Die Ausländerbehörde am Landratsamt berät betroffene Ausländer bereits im Vorfeld des EU-Austritts bei Antragsstellung oder andere Möglichkeiten für den weiteren Aufenthalt in Deutschland.  

Wir möchten die britischen Staatsbürger bei der Vorbereitung auf alle Brexit-Szenarien unterstützen und bieten deshalb über den Link des Britischen Generalkonsulats relevante Informationen an, die dort zeitnah, transparent und zugänglich zur Verfügung stehen.

Um sich auf die Rechte aus dem Austrittsabkommens zu berufen, müssen alle britischen Staatsbürger in Deutschland bei den Ausländerbehörden einen Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels stellen, der den rechtmäßigen Aufenthalt in Deutschland dann bestätigt.

Weitere Infos:

Britisches Generalkonsulat: Living in Germany
Handout des britischen Generalkonsulats >>>


(Carina Weinzierl, Pressesprecherin Landkreis Landshut / Ingrid Bittner, Online-Redaktion)