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11.09.2019

Josef Klaus führt Gewässerzweckverband

Neuer Jahresetat beschlossen

Gewässerzweckverband - Josef Kraus

Der Niederaichbacher Bürgermeister Josef Klaus (Zweiter von rechts) ist zum neuen Vorsitzenden des Gewässerunterhaltungs-Zweckverband (GUZV) gewählt worden, im Bild, von links, GUZV-Geschäftsführer Claus-Dieter Weindl, stellvertretender Landrat Fritz Wittmann und Dipl.-Ing. Helmut Dietlmeier.
 

Der Gewässerunterhaltungs-Zweckverband (GUZV) Landshut-Kelheim-Dingolfing-Landau, dem 34 Gemeinden in den drei Landkreisen angehören, setzt seine jahrzehntelange erfolgreiche Arbeit unter einem neuen Vorsitzenden fort: Einstimmig ist Niederaichbachs Bürgermeister Josef Klaus von der Verbandsversammlung als Nachfolger von Josef Daffner (Niederviehbach) gewählt worden, der bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben kam. Stellvertretender Landrat Fritz Wittmann würdigte in einem Grußwort die Bedeutung der Arbeit des GUZV für Wasserhaushalt, Mensch und Natur.

Der stellvertretende Landrat gedachte ebenso wie die versammelten Repräsentanten der Gemeinden des Verstorbenen, eines weithin „beliebten und geschätzten Kommunalpolitikers“ (Wittmann) und seiner Verdienste um den GUZV. Über „vier Jahre lang, von Juli 2014 bis zu seinem viel zu frühen Tod Ende letzten Jahres“, hatte Daffner, Bürgermeister von Niederviehbach (Dingolfing-Landau), die Geschicke des Zweckverbands „mit ebenso großem Erfolg wie Engagement“ geführt, resümierte Wittmann.

Gewässer „dritter Ordnung“
Im Mittelpunkt der Verbandsversammlung im Saal der Freiwilligen Feuerwehr Niederaichbach, stand neben der Neuwahl des GUZV-Vorsitzenden auch die seiner zwei Stellvertreter, der Verbands-Haushalt sowie Planungen und Arbeiten im Rahmen des Bauprogramms 2019/2020. Ebenfalls einstimmig sind die Bezirksrätin und zweite Bürgermeisterin von Mainburg, Hannelore Langwieser, und Bürgermeister Günter Schuster (Loiching, Dingolfing-Landau) zu stellvertretenden GUZV-Vorsitzenden gewählt worden.

Der stellvertretende Landshuter Landrat Fritz Wittmann unterstrich in seinem Grußwort, wie wichtig die Sorge für kleine Gewässer und Wasserläufe ist – die Aufgaben, die für den gesamten Raum der drei Landkreise Landshut, Kelheim und Dingolfing-Landau vom GUZV wahrgenommen wird. Der GUZV sorge für das dichte Netz aus Bächen, kleinen Wasseraden und feuchten Gräben. Diese sogenannten Gewässer „dritter Ordnung“ seien unverzichtbare Teile eines letztlich die ganze Erde umfassenden Wirkungsgeflechts, zu dem die Grundwasser-Reservoirs ebenso zählten wie Flüsse und Ströme und die Meere.

Sorge ums Grundwasser
Die Versorgung mit dem lebensnotwendigen Element Süßwasser sei nicht mehr ungefährdet: Das sei ein Gedanke, der in einem wasserreichen Land wie Deutschland „lange ganz fern zu liegen schien“, stellte Wittmann fest. Aber die immer trockeneren Sommer mit immer neuen Hitze-Rekorden „belehren uns langsam eines Schlechteren“.

Die Fachleute begännen sich bereits Sorgen um die Grundwasser-Pegel zu machen: Drei dürre Sommer und zusätzlich wenig Niederschläge in den Wintermonaten haben dazu geführt, dass die Pegel noch nicht wieder den ursprünglichen Stand erreicht haben. Das mache deutlich, von welch hohem Wert die Arbeit des GUZV sei, in deren Mittelpunkt der Schutz und die Pflege der kleinen Gewässer steht.

Dass diese Arbeit bestens organisiert ist und auf einer soliden finanziellen Basis stattfindet, machten der GUZV-Geschäftsführer Claus-Dieter Weindl (Rottenburg) und Schatzmeister Hermann Halbinger (Landratsamt Landshut) deutlich. Die Verbandsversammlung verabschiedete den Haushalt des GUZV, der für das laufende Jahr rund 704000 Euro im Vermögenshaushalt und 77000 im Vermögenshaushalt umfasst.

Neue Aufträge vergeben
Diplom-Ingenieur Helmut Dietlmeier (Pfeffenhausen) informierte über die Abwicklung von Maßnahmen im Rahmen des Bauprogramms für das vergangene und das laufende Jahr. Dietlmeier ist erneut von der GUZV-Vollversammlung beauftragt worden, die Wasserbaumaßnahmen sowie die Ausschreibungen für das Jahresbauprogramm 2019/2020 federführend und verantwortlich zu erledigen. Die Versammlung beschloss im Anschluss die Vergabe von Aufträgen für Baumaßnahmen in Höhe von rund 86000 Euro im Landkreis Landshut, in Höhe von rund 235000 Euro im Landkreis Kelheim und in Höhe von 131000 Euro im Landkreis Dingolfing-Landau.

In der Diskussion über aktuelle Themen wurde die Frage behandelt, wie sichergestellt werden kann, dass Bachräumungen nur zu Zeiten erfolgen, in denen dies aus ökologischer Sicht statthaft ist. Der GUZV-Vorsitzende Josef Klaus stellte fest, der Zweckverband setze hier auf die bewährte Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt, den Landschaftspflegeverbänden und der Fischereifachberatung des Bezirks; damit habe man beste Erfahrungen gemacht.

(Elmar Stöttner, Pressesprecher Landkreis Landshut)