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13.09.2017

Gewässerunterhalts-Zweckverband tagte

Kleine Gewässer von unschätzbarem Wert

Gewässerunterhaltungszweckverband

Im Bild v. links: Stellvertretender Landrat Fritz Wittmann, Niederaichbachs Bürgermeister Josef Klaus, Dipl.-Ing. Helmut Dietlmeier, GUZV-Vorsitzender und Niederviehbachs Bürgermeister Josef Daffner, GUZV-Geschäftsführer Claus-Dieter Weindl und Protokollführerin Petra Brandstetter.  

Der Zweckverband trägt Sorge für kleine und kleinste Gewässerläufe – aber diese sind von größtem Wert für die Natur und damit auch für den Menschen. Dies machte stellvertretender Landrat Fritz Wittmann deutlich in seinem Grußwort zur Verbandsversammlung des Gewässerunterhaltungs-Zweckverbandes Landshut-Kelheim-Dingolfing-Landau (GUZV). Unter der Leitung des GUZV-Vorsitzenden Josef Daffner (Bürgermeister von Niederviehbach) tagten Vertreter von über 30 Städten, Märkten und Gemeinden aus den drei Landkreisen im Bürgersaal des Rathauses von Niederaichbach. Sie stellten dabei die Weichen für Gewässerpflege-Arbeiten bis weit ins Jahr 2018 hinein.

Die gewaltigen Wassermassen, die Unwetter im Frühjahr 2016 mit sich geführt hatten und die in Teilen des Landkreises Landshut erhebliche Schäden angerichtet haben, haben auch in die Kassen des GUZV ein spürbares Loch gespült. Die vier Mitgliedskommunen – Dingolfing, Niederaichbach, Tiefenbach und Mainburg – haben dem Zweckverband mit einer Sonderumlage aus einer kurzzeitigen Finanzknappheit geholfen. Nicht zuletzt mit Zuschüssen des Freistaats seien die Lücken inzwischen wieder aufgefüllt. Solidarität und Gemeinsamkeit – das ist eines des Qualitätsmerkmale des GUZV.

Der GUZV kümmert sich um die sogenannten Gewässer dritter Ordnung: Diese ungezählten Wasseradern aus Bächen, kleinen Wasseraden, Rinnsalen und feuchten Gräben bilden ein dicht geknüpftes Geflecht und sind für das Wohlergehen von Mensch und Natur ebenso unersetzlich wie die Isar, die Donau, die Vils oder die Laaber.
Wetterextreme wie im Mai und Juni vergangenen Jahres werden als Folge des Klima-Wandels in Zukunft zunehmen.

Die Bäche und Wasseradern mitsamt ihren Bäumen und Auen würden in Zukunft wohl noch wichtiger für Mensch und Natur: Sie böten Tieren und Pflanzen Lebensräume und gewährten den Menschen Erholung sowie, bei natur- und sachgerechter Pflege und Ausformung, zugleich Schutz vor Hochwasser. Um dies im Bereich der Gewässer dritter Ordnung zu gewährleisten, entscheidet der GUZV jedes Jahr über den Einsatz von über einer halben Million Euro, die in die Pflege, den Schutz und einen möglichst ökologischen Ausbau der Wasserläufe fließen.

Die Kosten für Pflege, Unterhaltung und Ausbesserung von Schäden, die Unwetter verursacht haben, haben insbesondere im Landkreis Landshut mit deutlich erhöhten Kosten zu Buche geschlagen. Die Ausgaben haben sich demnach um 67 Prozent gegenüber der ursprünglichen Planung und Auftragsvergabe erhöht, auf rund 214000 Euro. Insgesamt sind in den drei Landkreisen im Rahmen des Bauprogramms Gewässerpflege-Maßnahmen für rund 555000 Euro verrichtet worden.

Einstimmig ist das Ingenieur-Büro Dietlmeier von den GUZV-Mitgliedern mit der Abwicklung des Bauprogramms 2017/2018 beauftragt worden. Das Bauprogramm, das Dietlmeier in Absprache mit den Mitgliedsgemeinden erarbeitet hat, umfasst Maßnahmen zur Zustandsverbesserung von Gewässern dritter Ordnung in Höhe von rund 519000 Euro.

Dietlmeier legte die Ergebnisse der Ausschreibungen für die drei Landkreise vor und die Verbandsversammlung erteilte auf dieser Grundlage die Aufträge: Für Maßnahmen im Landkreis Landshut erhielt die Firma Terratop Hobmaier Gmbh&Co. (Vilsbiburg) den Zuschlag zu einem Angebotspreis von rund 125000 Euro, für den Landkreis Kelheim die Firma KSK Tiefbau-GmbH (Painten); die Auftragssumme beträgt rund 241000 Euro. Die Aufträge für den Landkreis Dingolfing-Landau gingen ebenfalls an die Vilsbiburger Firma Hobmaier, die Auftragssumme beläuft sich auf rund 174000 Euro.

Hermann Halbinger,  legte die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan des Verbandes für das Haushaltsjahr 2017 zur Abstimmung vor. Der von Hermann Halbinger, Kassenverwalter des GUZV und staatlicher Rechnungsprüfungsbeamter am Landratsamt Landshut, vorgelegte Haushaltsplan, wurde einstimmig angenommen und umfasst im Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben rund 628000 Euro, im Vermögenshaushalt gut 16000 Euro; der Kassenkredit des GUZV ist auf 100000 Euro erhöht worden.

(Elmar Stöttner, Referent für Presse und Öffentlichkeitsarbeit - gekürzte Fassung der Online-Redaktion)