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12.03.2021

99 Prozent der höchsten Priorisierungsgruppe 1 ein Impfangebot gemacht

Von den gut 14 000 Erstimpfungen ging ein Drittel an Personen über 80

Der vorübergehende Impfstopp von AstraZeneca hat den Fortschritt der Immunisierungen im Corona-Virus zwar kurzzeitig gehemmt: Die Mitarbeiter am Impfzentrum konnten aber einen großen Teil der rund 600 abgesagten Termine bereits wieder neu terminieren.

Wann die Priorisierungsgruppe 1 am Impfzentrum komplett abgeschlossen werden kann, ist noch nicht klar: Immer wieder melden sich Berechtigte für eine Impfung an oder rücken im Status auf, weil sie inzwischen 80 Jahre alt geworden sind. Viele Menschen schlagen aber auch das zwischenzeitlich unterbreitete Impfangebot aus, weil sie ausschließlich durch ihren Hausarzt geimpft werden wollen oder eine Impfung mit dem Präparat von AstraZeneca ablehnen, mit dem das Impfzentrum nach wie vor am meisten beliefert wird. 

Aktuell sind hier rund 2 000 Impfdosen auf Lager, während von den rund 700 Impfungen von Biontech und Moderna ein großer Teil für Zeitimpfungen vorgesehen ist. Ein großes Problem ist nach wie vor die Erreichbarkeit der Personen, die entweder nicht auf die automatisch generierte Impfeinladung reagieren oder auch nach mehreren Anrufversuchen nicht zu erreichen sind. Um die Impfdosen dennoch zeitnah zu verimpfen, müssen diese Termine anderweitig vergeben werden. 

Trotz des großen Interesses an einer Impfung: Gerade die Terminierung bindet die Telefonisten am Impfzentrum und vieler helfender Hände am Landratsamt enorm. Denn mit dem automatischen Einladungssystem der zentralen Verwaltungssoftware BayIMCO, das per Algorithmus die zu impfenden Personen gemäß der Priorisierung auswählt, werden die Einladungen per SMS oder E-Mail verschickt – die Eingeladenen reagieren aber oftmals nicht auf diese Nachricht und müssen noch telefonisch informiert werden: Und sind leider oftmals nicht erreichbar, obwohl sie mehrfach zu verschiedenen Tageszeiten angerufen werden.

Deshalb die große Bitte aus dem Impfzentrum: Bitte rufen Sie regelmäßig ihre E-Mails ab bzw. informieren sie umgehend ihre Angehörigen, sollten Sie diese stellvertretend angemeldet haben. Denn nur so ist sichergestellt, dass die raren Impfplätze umgehend gefüllt werden können. Wenn die Registrierung über die sog. Citizen-App (Impfportal Bayern) erfolgt ist, prüfen Sie bitte zusätzlich und regelmäßig den eigens angemeldeten Account, da bereits einmal eingeladene Personen keine erneute Einladung oder Erinnerungsemail erhalten.

Da das Impfzentrum sieben Tage die Woche arbeitet, sind die Telefonisten auch am Wochenende im Einsatz, sodass auch hier Anrufe zur Terminvereinbarung eingehen können.

Der Fokus liegt deshalb aktuell auf der zweiten Priorisierungsgruppe – quantitativ gesehen der wahrscheinlich größten überhaupt. Personal an Grund- und Förderschulen, Kita-Mitarbeiter, unterschiedliche Krankheitsbilder, Menschen mit Behinderung und ihre Kontaktpersonen, Bürgerinnen und Bürger zwischen 70 und 80: Diese Aufzählung bildet nur einen Teil der Berechtigten in dieser Priorisierungsstufe ab. Zu den mittlerweile insgesamt 45 000 Anmeldungen (weiterhin jederzeit unter www.impfzentren.bayern möglich) kommen quasi im Minutentakt neue hinzu, sodass kein zeitlicher Horizont abzusehen ist, wann diese Gruppe abgeschlossen sein könnte. Dies ist natürlich primär abhängig von den, nach wie vor geringen, Impfstofflieferungen, die zentral von Bund und Freistaat beschafft bzw. zugeteilt werden. 

Weiterhin sehr gut angenommen wird der Impfbus, bei dem täglich an einem anderen Standort über 100 Impfungen durchgeführt werden. Dieses zusätzliche dezentrale Angebot hat sich sehr bewährt, heißt es aus dem Impfzentrum. Die mobilen Teams sind im Einsatz, um bei Schul- bzw. Lehrpersonal, in Kindertagesstätten oder in Behindertenheimen die Impfungen voranzutreiben. 

Die Anmeldung ist für alle Impfwilligen weiter unter www.impfzentren.bayern möglich – unabhängig von Alter, Vorerkrankungen oder Beruf möglich. In Ausnahmefällen kann eine telefonische Registrierung unter Tel. 0871 408-5560 erfolgen.

(Carina Weinzierl, Pressesprecherin Landkreis Landshut)

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