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31.10.2018

Landrat gehört zu den ersten Unterzeichnern

Petition gegen die Einlagerung fremder Castoren
mit radioaktiven Abfällen liegt am Landratsamt aus

Petition-gegen-Zwischenlager

Die Gemeinde Niederaichbach hat eine Petition und Unterschriftenaktion gegen die Einlagerung fremder Castoren mit radioaktiven Abfällen am Kernkraftwerk Isar initiiert – auch der Landkreis Landshut gehört zu den Unterstützern dieser Aktion. Landrat Peter Dreier hat die Liste bereits unterzeichnet, sie liegt für weitere Unterstützer im Foyer des Landratsamtes auf.

Nach Planungen des Bundesumweltministeriums und der Energieversorgungsunternehmen sollen insgesamt 26 Castor-Behälter mit hoch radioaktiven Abfällen in vier atomare Zwischenlager in ganz Deutschland verteilt, eingelagert werden – auch am Standort Isar. Die Castoren stammen aus den Wiederaufarbeitungsanlagen Sellafield (Großbritannien) und La Hague (Frankreich).

Keiner der vier Standorte verfügt über eine „heiße Zelle“, die das sichere Reparieren von undichten Castoren ermöglicht. Lediglich in Gorleben in Niedersachsen wurde eine solche Anlage installiert und wäre somit das einzig geeignete Zwischenlager. Dies wird aber durch politische Widerstände vor Ort verhindert.

Landrat Dreier appelliert an die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Landshut, die Petition durch ihre Unterschrift zu unterstützen. „Wir müssen uns mit allen Mitteln in Berlin Gehör für unsere wichtigen Anliegen verschaffen. Neben dem persönlichen Einsatz als Landrat hoffe ich, dass wir die Entscheider auf Bundesebene durch den geballten Widerstand aus Niederbayern letztlich davon überzeugen können, die dezentrale Zwischenlagerung der Castoren zurückzunehmen.“

Die Petition liegt unter anderem im Foyer des Landratsamtes auf und steht online unter www.openpetition.de zur Verfügung. 

(Carina Weinzierl, Pressesprecherin Landkreis Landshut)