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02.10.2018

Bekämpfung der Amerikanischen Faulbrut der Bienen

Landratsamt erlässt Allgemeinverfügung

Bienenseuche - Sperrbezirk Mengkofen
Die Karte zeigt den im Landkreis Landshut gelegenen Sperrbezirk

Im Bereich der Gemeinde Mengkofen (Landkreis Dingolfing-Landau) wurde bei einem Bienenvolk der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut festgestellt. Zur Bekämpfung dieser Bienenkrankheit hat das Landratsamt Landshut eine Allgemeinverfügung nach dem Tiergesundheitsgesetz und der Bienenseuchen-Verordnung erlassen und einen Sperrbezirk gebildet, für den bestimmte Vorschriften gelten.

Die Amerikanische Faulbrut (auch Bienenpest genannt), die keinerlei Gefährdung für den Menschen oder andere Lebewesen darstellt, ist eine Erkrankung der älteren Bienenbrut, nämlich der Streckmaden. Sie befinden sich in der bereits mit einem Wachsdeckel verschlossenen Brutzelle. Im Erkrankungsverlauf löst sich die gesamte Körperstruktur der Larven auf und es bleibt nur eine zähe, braune, schleimige Substanz übrig, die später zu einem dunklen Schorf eintrocknen kann.

Die Fläche im Radius von circa einem Kilometer um den Ausbruchsort Mengkofen wurde zum Sperrbezirk erklärt. Im Landkreis Landshut umfasst der Sperrbezirk die Ortschaften Hösacker, Leinbach bei Ergoldsbach, Nißlpram, Pram, Freihausen bei Weng, Raffach und Stockau. Alle Besitzer von Bienenvölkern, deren Standorte im Sperrgebiet liegen, haben dies unverzüglich dem Veterinäramt am Landratsamt Landshut unter Telefon 0871 408-4000 anzuzeigen.

Alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk sind unverzüglich auf die Amerikanische Faulbrut amtstierärztlich zu untersuchen. Diese Untersuchung ist frühestens zwei, spätestens neun Monate nach der Tötung oder Behandlung der an der Seuche erkrankten Bienenvölker des verseuchten Bienenstandes zu wiederholen.

Solange die Allgemeinverfügung gilt, dürfen bewegliche Bienenstände nicht von ihrem Standort entfernt werden. Darüber hinaus dürfen Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benützte Gerätschaften nicht aus den Bienenständen entfernt werden. Auch dürfen Bienenvölker und Bienen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden.

Für Honig, der nicht zur Verfütterung an Bienen bestimmt ist sowie für Wachs, Waben, Wabenteile und Wabenabfälle, die an wachsverarbeitende Betriebe abgegeben werden, die über die erforderliche Einrichtung zur Entseuchung des Wachses verfügen, gilt diese Vorschrift nicht. Das Wachs muss allerdings die Kennzeichnung „Seuchenwachs“ tragen. Von Bienen nicht mehr besetzte Bienenwohnungen sind stets bienendicht verschlossen zu halten.

Sobald die Amerikanische Faulbrut erloschen ist, werden die angeordneten Schutzmaßnahmen aufgehoben. Die erlassene Allgemeinverfügung ist mit weiteren Einzelheiten im aktuellen Amtsblatt des Landkreises Landshut veröffentlicht. Für Rückfragen steht das Veterinäramt unter Telefon 0871/408-4000 zur Verfügung.

Amtliche Mitteilung:

Amtsblatt Nr. 36 vom 04.10.2018 >>>

(Roland Wieser, Pressestelle Landkreis Landshut)