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02.02.2018

Supervision für Flüchtlingshelfer bewährt sich

Ehrenamtskoordinatorin Christiane Seifert zieht positives Fazit


Supervision Flüchtlingshelfer

Foto: Die scheidende Ehrenamtskoordinatorin Christiane Seifert (l.) und ihre Nachfolgerin Kerstin Feldl
 

Die im Juni 2017 eingeführte Supervision für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer hat sich laut Ehrenamtskoordinatorin Christiane Seifert bewährt und als absolut notwendig und sinnvoll erwiesen. Aus den im Vorfeld angebotenen Schnuppertreffen sind letztlich drei Gruppen entstanden, deren Mitglieder sich seit nunmehr acht Monaten regelmäßig alle drei Wochen zum Erfahrungsaustausch treffen.

Mit den Gruppentreffen werden zwischen 20 und 25 Ehrenamtliche erreicht, die sich in ihrer Freizeit in einem der örtlichen Helferkreise für Asylbewerber und Flüchtlinge engagieren. Die Gruppensitzungen sollen den Ehrenamtlichen die Möglichkeit bieten, Erlebnisse und Situationen ihrer Flüchtlingsarbeit mit einem Supervisor reflektieren, strukturieren und verarbeiten zu können.

Die regelmäßigen Treffen unter Leitung von Supervisorin Petra Seifert würden von den Ehrenamtlichen als „Highlight“ ihrer Arbeit bezeichnet. Den durchwegs „sehr positiven Rückmeldungen“ sei zu entnehmen, dass die Teilnehmer aus den regelmäßigen Zusammenkünften viel für ihre Arbeit vor Ort mitnehmen und ihren Einsatz zwischenzeitlich „mit anderen Augen sehen“ würden.

Aufgrund der positiven Resonanz besteht laut Ehrenamtskoordinatorin Christiane Seifert nicht nur Bedarf für die Fortführung der bereits bestehenden Gruppen, sondern auch für eine Ausweitung des Angebots. „Ich würde gerne noch ein paar Ehrenamtliche mehr aufnehmen, die ebenfalls geeignet wären und Supervision gut brauchen könnten.“ Für sie müssten jedoch zusätzliche Gruppen gebildet werden, weil sich im Rahmen der bisherigen Arbeit gerade „die Geschlossenheit nach innen“ als wichtig und wertvoll erwiesen habe. „Es wäre schön, wenn sich die Arbeit im Jahr 2018 verstetigen würde“, äußerte die Ehrenamtskoordinatorin gegenüber den Mitgliedern des Kreisausschusses. Hierzu wäre es notwendig, wenn für das Projekt Supervision auch heuer im Kreishaushalt ein entsprechendes Budget zur Verfügung stünde – für das Jahr 2017 waren 12 000 Euro bewilligt worden.

Christiane Seifert wird die weitere Entwicklung des von ihr initiierten Projekts vorerst nicht mehr begleiten, da sie zum 1. Februar in Mutterschutz geht und ihr Amt an Kerstin Feldl abgibt. Die neue Ehrenamtskoordinatorin hat an der Universität Passau Caritaswissenschaft studiert und arbeitet seit zwei Jahren mit Flüchtlingen zusammen. Gegenüber den Mitgliedern des Kreisausschusses zeigte sich Feldl zuversichtlich, in kurzer Zeit Zugang zu den Helferkreisen finden und deren Arbeit unterstützen zu können.

(Horst Müller, Landshuter Zeitung)