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Verteilung und Impfungen

Reihenfolge für die Impfungen gegen SARS-CoV-2 

In der Anfangsphase wird nicht genügend Impfstoff für einen flächendeckenden Einsatz vorliegen. Grundlage für die Reihenfolge ist die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO). Menschen, bei denen das Risiko eines schweren Verlaufs hoch ist sowie Menschen mit einer hohen Ansteckungsgefahr aus beruflichen Gründen sollen auf freiwilliger Basis zuerst geimpft werden. Danach soll die Impfung zunächst Personen über 80 und Bewohnerinnen und Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen angeboten werden. Gleichzeitig empfiehlt die STIKO die Impfung medizinischem Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und Personal in der Altenpflege. 

In weiteren Schritten soll die Impfung sukzessive der gesamten Bevölkerung offenstehen.

Stufenplan Impfindikationsgruppen 

Weitere Informationen [Robert Koch-Institut]

Wie wird der Impfstoff verteilt?

Für den Kauf und die Verteilung auf die Bundesländer ist der Bund zuständig. Die regionale Verteilung organisieren die Länder. In Bayern sorgt der Freistaat für die Verteilung auf die Lagerzentren. Von dort aus werden die Impfstoffe an die Impfzentren ausgegeben.

Wie werden die Impfungen koordiniert und dokumentiert?

Die Dokumentation der Impfungen und die Impfanmeldungen wird bayernweit durch eine einheitliche Software-Lösung realisiert. Zudem wird es für Einrichtungen mit Menschen eingeschränkter Mobilität auch mobile Impf-Teams geben, die Impfung vor Ort vornehmen können. Die mobilen Teams werden natürlich personalisierte Impfbögen mit Aufklärungsinformationen, Einverständniserklärungen und Einwilligung zum Datenschutz ausgeben.

Wie sicher ist der Impfstoff?

Erst nach ausreichender Überprüfung (drei Studienphasen) wird in Deutschland ein Impfstoff zugelassen und auf den Markt gebracht [Sicherheit von Impfungen]. Nach der Zulassung wird der Impfstoff ständig auf seine Wirksamkeit und mögliche Nebenwirkungen kontrolliert und zentral durch das Paul-Ehrlich-Institut erfasst [Arzneimittelsicherheit].

Wer haftet für Impfschäden?

Die öffentliche Empfehlung der Impfung wäre Voraussetzung für einen Schadensersatzanspruch und Staatshaftung nach § 60 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 IfSG im Fall einer gesundheitlichen Schädigung durch eine Impfung. Dazu müsste sie gesondert in die Impfbekanntmachung mit aufgenommen werden oder von der STIKO empfohlen werden. Dies ist derzeit in Arbeit. Fragen zur STIKO-Impfempfehlung >>>

Gibt es eine Impfpflicht in der Bundesrepublik?

Nein, es gibt keine Impfpflicht gegen Covid-19 – die Impfung ist freiwillig. Auch die Ständige Impfkommission, der Ethikrat und die Leopoldina lehnen eine Impfpflicht derzeit ab. Im neuen Infektionsschutzgesetz ist allerdings in Ausnahmefällen eine verpflichtende Impfung für „bedrohte Teile der Bevölkerung“ vorgesehen.

Weitere Informationen zur Impfung

• Das ist der Stand bei der Corona-Impfung [Die Bundesregierung]
• Corona-Schutzimpfung gegen COVID-19 [Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)]
• STIKO veröffentlicht Empfehlungen zur COVID-19-Impfung [Robert Koch-Institut]
• COVID-19 und Impfen [Robert Koch-Institut]
• Hintergrundinformationen zum COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) [Robert Koch-Institut] 
• Rechtliche Fragen zum Impfen [Robert Koch-Institut] 
• Impfstoffentwicklung gegen COVID-19 [Paul-Ehrlich-Institut]
• FAQ COVID-19-Impfstoffe [Paul-Ehrlich-Institut]

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