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27.04.2020

Coronavirus - Wichtiges Etappenziel in der Region Landshut erreicht

Landrat und Oberbürgermeister appellieren, Ausgangsbeschränkungen unbedingt weiter zu beachten

Stationär behandelte Patienten Dreier Putz

Bild: Oberbürgermeister Alexander Putz und Landrat Peter Dreier analysieren gemeinsam mit dem Ärztlichen Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Jürgen Königer, den Verlauf der stationär behandelten COVID-Patienten in der Region. 

„Flatten the curve“, also das „Abflachen“ der Zahl an Corona-Infektionen, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten – das ist das oberste Ziel von Bundes- und Staatsregierung, um dieser Pandemie begegnen zu können. Auch Landrat Peter Dreier und Oberbürgermeister Alexander Putz haben sich das für die Region Landshut zur Aufgabe gemacht – und können einen Zwischen-Erfolg verzeichnen: Die Entwicklung der Zahlen stationär behandelter COVID-Patienten in den regionalen Krankenhäusern gibt leisen Grund zur Hoffnung. Denn sie decken sich mit dem erhofften Verlauf, an den regionalen Kliniken waren bisher stets noch Kapazitäten frei.

Jürgen Königer, der Ärztliche Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, wertet täglich die aktuellen Abfragen aus, die die Kliniken in das zentrale Erfassungsprogramm IVENA befüllen. Dabei wird deutlich, dass die „Normalbetten“ für Corona-Patienten einer deutlich größeren Schwankung unterliegen: Die Kliniken testen vorsorglich alle Patienten mit einem Atemwegsinfekt, ob doch eine Corona-Erkrankung vorliegt. Bis das Testergebnis vorliegt, bleibt der Patient auf dieser Station. Bei den Intensivbetten gestaltet sich die Situation etwas anders: „Hier wird deutlich, dass die Patienten meist über einen längeren Zeitraum intensivmedizinisch betreut werden müssen“, stellt Königer fest. 

„Unsere Kliniken leisten hervorragende Arbeit“, stellten Landrat Peter Dreier und Oberbürgermeister Alexander Putz fest. Sie zeigten sich erleichtert, dass die Ausgangsbeschränkungen offenbar die erhoffte Wirkung erbringen und ein wichtiges Etappenziel erreicht wurde. Zugleich warnten sie aber, sich auf den bisherigen Erfolgen auszuruhen: „Wir dürfen diese hoffnungsvollen Entwicklungen nicht aufs Spiel setzen, indem wir vorschnell wieder zum Normalbetrieb wie vor der Krise übergehen. Eine vorsichtige und dafür nachhaltige Öffnung ist die beste Lösung.“ Deshalb appellieren Dreier und Putz, sich bereits jetzt an die anstehende Maskenpflicht zu halten, auch wenn sie offiziell erst ab Montag gilt. Und trotz Maske: „Sie ersetzt nicht den Mindestabstand und das regelmäßige Händewaschen.“ Das gilt auch für die Ausgangsbeschränkungen, die weiter unbedingt befolgt werden müssten.

Dem Ärztlichen Leiter Königer sprachen Landrat und Oberbürgermeister ihren großen Dank aus: „Er ist quasi permanent im Einsatz und koordiniert, wertet aus und entwickelt Strukturen, damit das regionale Gesundheitssystem trotz dieser schwierigen Zeit stets voll einsatzfähig bleibt. Er ist ein enorm wichtiger Mittler zwischen den Kliniken, der Verwaltung und den Rettungsdiensten. Seine große Erfahrung in diesem Bereich ist für uns wirklich Gold wert.“ Ihren Dank richteten sie zusätzlich an alle, die täglich alles geben, um diese Krise bewältigen zu können – Ärzte, Pflegepersonal, Verwaltung, freiwillige Helfer, Handel, Wirtschaft und noch viele mehr: „In diesen Krisenzeiten müssen wir mehr denn je zusammenhalten – jetzt und auch in Zukunft.“

(Carina Weinzierl, Pressesprecherin Landkreis Landshut)

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