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21.01.2020

Feuerwehrmänner der FFW Stollnried -
Ersthelfer bei Herzstillstand

Im Wettlauf mit der Zeit


Feuerwehr Stollnried - Defi

Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Jürgen Königer (links), wies die Aktiven im Umgang mit dem Defibrillator ein.

Es ist ein Horror-Szenario für jeden: Plötzlicher Herzstillstand. Hier geht es um Sekunden, die womöglich über Leben und Tod entscheiden können. Rund zehn Einsatzkräfte der Feuerwehr Stollnried (Gemeinde Weihmichl) werden nun auch in einem solchen Fall ihren Mitbürgern zu Hilfe eilen, wenn sie gebraucht werden. Im Rahmen des Projekts „Defi-Zubringer durch die Feuerwehr“ haben sie sich zu Ersthelfern bei Herzstillstand ausbilden lassen, wurden fundiert im Umgang mit Defibrillator und Herzdruckmassage geschult.

Stollnried liegt am geografischen Rand des Rettungsdienstbereichs Landshut. Deshalb kommt den Ersthelfern eine besondere Rolle zu: Aufgrund ihrer Ortsnähe werden die Aktiven im Regelfall einige Minuten vor Notarzt und Rettungsdienst an der Einsatzstelle eintreffen. Diese wenigen Augenblicke können aber womöglich über den Tod oder das Weiterleben des Patienten entscheiden.

Nach Eingang des Notrufs unter der 112 alarmiert der Disponent der Integrierten Leitstelle sofort Rettungswagen und Notarzt. Zeitgleich wird nun aber auch die örtliche Feuerwehr benachrichtigt, die mit Herzdruckmassage und Anlage des Defibrillators den Patienten erstversorgt, bis die medizinischen Hilfskräfte die Behandlung des Patienten vor Ort übernehmen können.

Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Jürgen Königer, zeigte im Zuge der Schulung praxisnah, wie die Feuerwehrler mit dem Defibrillator umgehen müssen, damit sie in Notfällen in ihrem Gemeindebereich schnelle, wertvolle Hilfe leisten können.

Die Feuerwehren Bodenkirchen, Furth, Jesendorf, Bruckberg, Gündlkofen, Baierbach, Attenhausen und Geisenhausen haben sich ebenfalls bereits an dem Projekt beteiligt. Weitere Feuerwehren wollen sich diesem guten Beispiel anschließen. Die Gemeinde übernimmt dabei die Kosten für die Anschaffung des Defibrillators.

(Carina Weinzierl, Pressesprecherin Landkreis Landshut)

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