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30.09.2021

Gewässer-Unterhaltungs-Zweckverband wächst

Nach Beitritt von Bruckberg nun 35 Kommunen

Gewässerunterhalt Verbandstagung

Bild: Stellvertretender Landrat Sebastian Satzl (rechts) mit der GUZV-Vorstandschaft, von links: 2. Vorsitzender Günther Schuster, Geschäftsführer Claus-Dieter Weindl, 1. Vorsitzender des GUZV Josef Klaus und 3. Vorsitzender Thomas Zehetbauer.

Er ist ein vergleichsweise kleiner Zusammenschluss von Kommunen, aber beim Umfang und der Vielfalt seiner Aufgaben kann er mit viel größeren Verbänden durchaus mithalten – der Gewässer-Unterhaltungs-Zweckverband (GUZV). Weil er seit Jahrzehnten gute Arbeit leistet, bekommt er auch immer wieder Zuspruch. Heuer können sich die GUZV-Mitglieder mit ihrem 1. Vorsitzenden Bürgermeister Josef Klaus (Niederaichbach) über eine neue Mitgliedsgemeinde freuen – Bruckberg.

Der GUZV zählt damit 35 Kommunen in den Landkreisen Landshut, Dingolfing-Landau und Kelheim, die gemeinsam an einem Strang ziehen. Die geographische Ausdehnung des Verbandes, von Riedenburg im Altmühltal bis Eichendorf im Vilstal, spiegelt sich in der Führungsriege des Verbands wider: Stellvertreter des Niederaichbacher Bürgermeisters sind die Bürgermeister von Loiching (Dingolfing-Landau) Günter Schuster und von Riedenburg (Kelheim) Thomas Zehetbauer, der GUZV-Geschäftsführer Claus-Dieter Weindl stammt aus Rottenburg an der Laaber.

Der GUZV kümmert sich um die Pflege und Unterhalt aller Gewässer 3. Ordnung – also um das Netz aus Bächen und kleinen Wasseradern zwischen den Tälern der Altmühl, der Laaber, der Isar, der Vils und der Bina, jenen Flüssen, die die Landschaft in den drei Landkreisen strukturieren. Von dem gemeinsamen Bemühen um Fördermittel des Freistaats, vom Informations- und Erfahrungsaustausch, der gemeinsamen Planung und Auftragsvergabe samt Bauprogramm profitieren alle Mitgliedsgemeinden des GUZV.

Gewässer und Ufer verbinden Biotope

Diese Vorteile stellte auch Sebastian Satz, stellvertretender Landrat des Landkreises Landshut, in den Mittelpunkt seines Grußwortes bei der Verbandsversammlung in der Aichbachhalle (Niederaichbach). Schutz, Pflege und Unterhalt von Fließ- und Standgewässern seien wesentliche Bestandteile der Landschaftspflege.

Gewässer und ihre Uferbereiche seien „wichtige Elemente des inner- und außerörtlichen Biotop-Verbundes“, sagte Satzl. Das Wasserwirtschaftsamt Landshut als zuständige Fachbehörde arbeite daher eng zusammen mit den Unteren Naturschutzbehörden der drei Landratsämter. Von Seiten des Landkreises Landshut sicherte Satzl dem GUZV zu, dass das Landratsamt selbstverständlich dem Verband wie in der Vergangenheit auch künftig bei allen Verwaltungsaufgaben zur Seite stehe.

Der Beitritt der Gemeinde Bruckberg zum GUZV machte eine Änderung der Verbandssatzung notwendig, die umgehend einstimmig beschlossen wurde, so dass die Ausdehnung des Verbandsgebiets sofort rechtswirksam geworden ist. Dipl.-Ing. Helmut Dietlmeier (Pfeffenhausen), der seit vielen Jahren kompetent und erfolgreich die Abwicklung der Bauprogramme des GUZV besorgt, zog ein Resümee der Maßnahmen, die im Rahmen des Bauprogramms 2020/2021 ausgeführt worden sind. Er legte dar, dass die Kosten in Höhe von rund 543.000 Euro die bei der Planung veranschlagte Summe geringfügig um 23000 Euro überschritten haben.

Neue Maßnahmen auf den Weg gebracht

Auch für den Zeitraum 2021/2022 ist das Ingenieurbüro Dietlmeier beauftragt worden, ein neues Bauprogramm für den GUZV zu erarbeiten und abzuwickeln. Dieses Bauprogramm an Gewässer-Unterhaltsmaßnahmen schlägt mit rund 770.000 Euro zu Buche, wobei diesmal der größte Anteil (rund 516.000 Euro) auf Maßnahmen im Landkreis Kelheim entfällt. Unter mehreren Firmen, die sich um die Aufträge beworben hatten, haben die GUZV-Verbandsräte für die Arbeiten in allen drei Landkreisen einem Unternehmen aus Geisenhausen den Zuschlag erteilt als der Firma, die das günstigste Angebot abgegeben hatte.

Den Haushaltsplan für das Jahr 2021 erläuterte Hermann Halbinger (Landratsamt Landshut). Der GUZV-Etat beläuft sich auf rund 607.000 Euro, der Haushaltsplan ist einstimmig beschlossen worden. Abschließend vermittelte Florian Dorn vom Wasserwirtschaftsamt (WWA) Landshut aktuelle Informationen zu Fragen der staatlichen Fördersätze bei Maßnahmen des Gewässer-Schutzes und –Unterhalts.

Natürlich kamen auch die Überschwemmungen im Juni und Juli zur Sprache, wobei Sturzflut-Konzepte und Hochwasserschutz keine Themen für den GUZV sind, sondern von den Gemeinden in eigener Zuständigkeit abzuwickeln sind. Dorn bat die Vertreter der Verbandsgemeinden gleichwohl, dem WWA Bild- und Tonmaterial über diese Starkregen-Ereignisse für seine Arbeit zur Verfügung zu stellen.

(Elmar Stöttner, Pressereferent Landkreis Landshut)

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