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18.04.2019

Lehrer drücken die MINT-Schulbank

Wirtschaftsförderung des Landkreises gibt Fortbildung kräftige Impulse

MINT Schulbank - Lehrer

Rund 20 Lehrer aus verschiedenen Grund- und Mittelschulen im Landkreis Landshut nahmen an einer Fortbildungsveranstaltung des MINT-Forums Bayern und der Wirtschaftsförderung des Landkreises Landshut an der Schule in Buch am Erlbach teil.

Es soll, bei Kindern und Jugendlichen, Interesse geweckt werden an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Wie man die jungen Leute am besten dafür begeistern kann, das steht im Mittelpunkt einer Serie von Schulungen für Lehrer, die die Wirtschaftsförderung des Landkreises Landshut und das MINT-Forum Bayern ins Leben gerufen haben.

Unter Leitung von Harald Fellner (Landratsamt Landshut) und Dr. Renate Puchta (MINT-Forum) ist in Buch am Erlbach eine erste Veranstaltung abgehalten worden. Die Leiterin der Grund- und Mittelschule von Buch, Eva Loher, freute sich, dazu rund 20 Lehrerinnen und einen Lehrer aus verschiedenen Grund- und Mittelschulen im Landkreis Landshut zu der Fortbildung willkommen heißen zu können.

Bildungskoordinator Fellner vom Regionalmanagement Landshut und die promovierte Biologin Dr. Renate Puchta hatten ein Thema auf den Lehrplan der Fortbildung gesetzt, das jeden angeht und von der wohl wichtigsten Grundlage des Lebens auf der Erde handelt – dem Wasser. Das Spektrum der Fragen und Aspekte von „Wasser und Technik“ – so der Titel eines Unterrichts-Leitfadens von Dr. Puchta – reicht von der Verteilung von Wasser auf der Erde über den Wasserverbrauch in den reichsten wie in den ärmsten Ländern der Welt bis hin zur Konstruktion von Wasserpumpen.

Ziel der Fortbildungen ist, Pädagogen aus allen Teilen des Landkreises als Trainer für die MINT-Fächer zu gewinnen und mit ihnen ein flächendeckendes MINT-Netzwerk aufzubauen. Die Vermittlung von naturwissenschaftlich-technisch-mathematischem Wissen zielt dabei vor allem auf Kinder der 3. bis 7. Jahrgangsstufe ab und ist auf alle Schularten übertragbar.

Grundlage und Hintergrund der vom Freistaat Bayern unterstützen Aktivität ist die Tatsache, dass die vier MINT-Komponenten in einem sehr konkreten Zusammenhang stehen mit der Zukunft eines rohstoffarmen Industrielandes wie Deutschland, das bekanntlich die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt ist: Leistungen auf diesen Gebieten sind in der Welt von heute und sicher noch mehr von morgen Voraussetzung und Grundlage für Wohlstand und den Erfolg als Wirtschaftsstandort.

Die Vermittlung des Wissens umfasst auch Experimente in sogenannten MINT-Garagen, die durchaus auch Erwachsenen Spaß bereiten, sie macht Zusammenhänge anschaulich und führt Zug um Zug tiefer in Physik, Biologie, Chemie und Technik ein. Zugleich werden zentrale Fragen beleuchtet und Themen erläutert, die essentiell für die Menschheit sind und sicher auch vielen Erwachsenen nicht bewusst sind – zum Beispiel die Tatsache, dass zwar die Erde zu 71 Prozent von Wasser bedeckt ist, aber nur 2,7 Prozent des gesamten Wassers auf dem Planeten Süßwasser sind.

Mit dem unersetzlichen Gut geht der Mensch alles andere als sorgfältig um, so ein weiterer wichtiger Lehrinhalt: Den größten Pro-Kopf-Verbrauch von Süßwasser hat der öl- und steinreiche Wüstenstaat Vereinigte Arabische Emirate aufzuweisen (380 Liter pro Person und Tag), in den USA beträgt er 295 Liter, im wasserreichen Deutschland immerhin noch 121 Liter, im Kongo muss sich jeder Einwohner mit 20 Liter begnügen.

Dr. Renate Puchta ist Autorin zahlreicher Unterrichts-Leitfäden, unter anderem zu den Themen „Geometrische Formen“, „Sonnensystem“ und „Luft“. Zu zwei dieser Themenkomplexe, nämlich Luft und Geometrie, finden am
16. Mai und am 27. Juni Schulungen für Lehrkräfte statt.

Weitere Infos:

E-Mail: berufsorientierung@landkreis-landshut.de

(Elmar Stöttner, Pressesprecher Landkreis Landshut)