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02.07.2021

Landkreis Landshut: Klimaschutz-Manager nimmt Arbeit auf

Landrat Dreier: Große Gemeinschaftsaufgabe


Klimaschutz-Manager-LKR-LA

Bild (v. l. n. r.): Wirtschaftsförder-Referent Ludwig Götz, Klimaschutz-Manager André von Mensenkampff und Landrat Peter Dreier  (Foto: Elmar Stöttner) 

Mit einer personellen Verstärkung ergreift der Landkreis Landshut erneut die Initiative bei einem wichtigen Zukunftsthema: Zum 1. Juli hat der neue Klimaschutz-Manager des Landkreises, André von Mensenkampff, seine Arbeit aufgenommen. Wie Landrat Peter Dreier bei der Einführung des neuen Mitarbeiters betonte, wird der Klima-Manager nicht nur auf Kreisebene wirken, sondern auch den Gemeinden unterstützend zur Seite stehen.

Denn gerade die kleinen Gemeinden hätten meist nicht das Budget, um einen eigenen Fachmann für diesen Sektor anzustellen, führte der Landrat im Beisein von Ludwig Götz aus, dem Wirtschaftsreferenten, in dessen Sachgebiet der Klima-Manager angesiedelt ist. Die Möglichkeiten eines Landkreises, unmittelbar Klimaschutz zu betreiben und dem Klimawandel Paroli zu bieten, sind nach den Worten von Landrat Dreier eher überschaubar – es betrifft im Wesentlichen die Liegenschaften und den Fuhrpark des Kreises. 

Aber wo solche Schritte möglich sind, hat der Landkreis wirksame Maßnahmen ergriffen, resümierte Dreier und führte eine Reihe von Beispielen an – wie die große, landkreiseigene Photo-Voltaik-Anlage in der Reststoff-Deponie von Spitzlberg, die Elektrifizierung eines Teils des Fuhrparks der Landkreis-Verwaltung sowie die umfassende energetische Sanierung des einige Jahrzehnte alten Landratsamts in Landshut-Achdorf. 

Zudem übernimmt der Landkreis Landshut als Teil der Wasserstoff-Modellregion München-Landshut-Erding eine Vorreiterrolle ein: Unter dem Dach der Modellregion wird gemeinsam darauf hingearbeitet, im öffentlichen Nahverkehr Diesel durch grünen Wasserstoff zu ersetzen und pro Jahr 4500 Tonnen Kohlenstoffdioxid einzusparen. 

Energie-Beratung und Wasserstoff-Technik

Nicht zuletzt bietet das Landratsamt Landshut seit langen Jahren eine qualifizierte Energie-Beratung durch eigene Fachleute an, wie Dreier unterstrich: Der neue Klimaschutz-Manager habe also viele Ansatzpunkte für seine breitgefächerte Palette an Aufgaben. 

Der 31-jährige André von Mensenkampff hat in Augsburg Volkswirtschaft und „Economics and Public Policy“ (Wirtschaft und Staatstätigkeit) studiert mit Schwerpunkt Umwelt- und Nachhaltigkeits-Management. Themenkreise wie erneuerbare Energien, Wasserstoff-Technologie und nicht zuletzt die Kombination und die Abwägung von Anforderungen der Wirtschaft auf der einen und des Umwelt- und Klima-Schutzes auf der anderen Seite sind nach Mensenkampffs Worten in seiner Ausbildung im Mittelpunkt gestanden, legte der gebürtige Münchner dar. 

Energie-Beratung und Wasserstoff-Technik

Dass der Einsatz für Klima-Neutralität, gegen Klima-Veränderungen und damit gegen die Überhitzung der Erde eine der großen Aufgaben der Zeit ist, steht nach den Worten von Landrat Dreier außer Frage. Die Wasserfluten, die Stürme bis hin zu einem verheerenden Tornado kürzlich im Nachbarland Tschechien sind nach dem Urteil der Wissenschaft Auswirkungen eines Klima-Wandels, der wesentlich vom Handeln und Wirtschaften des Menschen verursacht worden ist: Dieser Entwicklung müsse buchstäblich der Wind aus den Segeln genommen werden, so gut man dies könne. 

„Man muss eine so wichtige Aufgabe aber gemeinsam anpacken“, nur so könne man erfolgreich sein, ist Dreier überzeugt. Staat und Gesellschaft, Wirtschaft und jeder Einzelne könnten einen Beitrag leisten – und vor allem müssten alle an einem Strang ziehen. Damit auch alle kleineren und weniger finanzkräftigen Gemeinden im Landkreis Landshut mit im Boot sitzen können, werde eine der vielen Aufgaben des neuen Klimaschutz-Managers darin bestehen, für sie Bestandsanalysen zu erstellen. 

Auf dieser Grundlage gelte es dann, Möglichkeiten zu suchen, dass die Kommunen an Fördermittel für wirksame Maßnahmen kommen. Insgesamt hofft Landrat Dreier auf dem Gebiet des Klima-Schutzes auf einen Multiplikatoren-Effekt: Gute Beispiele, wie sie der Landkreis jetzt erneut mit der Schaffung der Stelle eines Klimaschutz-Managers gebe, sollen Dynamik in die Entwicklung auf kommunalen Ebenen bringen.

(Elmar Stöttner, Pressereferent Landkreis Landshut)

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