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30.12.2019

APS-Fahnder legen Passfälschern das Handwerk

Mandatsträger sagten Polizei Dank – A 92-Abschnitt: Keine Verkehrstoten, viele Wildunfälle

 
Besuch bei der Autobahn-Polizeistation Wörth
Mandatsträger aus den Landkreisen Landshut und Dingolfing-Landau sprachen den Polizisten der Autobahn-Polizeistation (APS) Wörth/Isar ihren Dank aus und wünschten ihnen, dass sie stets sicher von ihren Einsätzen zurückkommen. Im Bild, vorne, von links, APS-Leiter Franz Geigenberger, Landrat Heinrich Trapp, MdL Petra Loibl, Landrat Peter Dreier und Wörths Bürgermeister Stefan Scheibenzuber; hinten, von rechts Niederaichbachs Bürgermeister Josef Klaus, Verkehrspolizei-Leiter Georg Marchner und weitere Mitarbeiter der APS und der Autobahnmeisterei Wörth. (Foto: Stöttner)

Sie tragen Sorge für die Verkehrssicherheit auf 188 Straßenkilometern der Autobahn 92 und der Bundesstraße 15neu und ihren Fahndungsbeamten sind auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Straftäter sowie illegale Migranten ins Netz gegangen. Zwischen den Anschlussstellen Wallersdorf-Nord und Moosburg-Nord der A 92 sowie Essenbach und Schierling-Süd auf der B 15neu leisten die Beamten der Autobahn-Polizeistation (APS) Wörth/Isar „rund um die Uhr hervorragende Arbeit“ (Landrat Peter Dreier), für die ihnen mehrere Mandatsträger aus der Region auch im Namen der Bürgerschaft ihren Dank abstatteten.

Der Landshuter Landrat Peter Dreier, sein Dingolfing-Landauer Amtskollege Heinrich Trapp, MdL Petra Loibl und die Bürgermeister Josef Klaus (Niederaichbach) und Stefan Scheibenzuber (Wörth) freuten sich bei ihrem traditionellen Besuch in der Weihnachtszeit darüber, dass sie bei der APS auch heuer wieder über beachtliche Erfolge der Beamten informiert werden konnten. Der Leiter der APS, Franz Geigenberger, der Leiter der Verkehrspolizei-Inspektion (VPI) Landshut, Georg Marchner, sowie weitere APS-Mitarbeiter und Vertreter der Autobahn-Meisterei Wörth machten deutlich, was vor dem Hintergrund des weiter kontinuierlich zunehmenden Straßenverkehrs alles geleistet wird für die Rechts- und Verkehrssicherheit auf diesen Strecken.

Beste Kooperation mit Kreisen und Gemeinden
Zwischen 3000 und 4000 Dokumente überprüfen Fahndungsbeamte der APS Wörth pro Monat – eine enorm wichtige Aufgabe in Zeiten offener Grenzen, wie ein Polizeibeamter darlegte. Die Grenzkontrollen seien heute praktisch in die Einwohner-Meldeämter verschoben – oder dorthin, wo Führerscheinkontrollen stattfinden, an jene Orte also, an denen ein auswärtiger Fahrer oder Arbeitnehmer erstmals ein amtliches Dokument vorweisen muss.

Ein gefälschtes Dokument, so ein vorsichtige Schätzung, verursacht 50.000 Euro volkswirtschaftlichen Schaden. Da freut es die Polizisten natürlich, wenn sie heuer im Rahmen einer Behördenfahndung – der Kooperation der Polizei mit Führerschein- und Einwohnerbehörden – innerhalb weniger Tage die Inhaber von 46 gefälschten Ausweisen dingfest machen konnten. Von Seiten der Polizei wurde dabei die hervorragende Zusammenarbeit mit den Landkreisen und Gemeinden hervorgehoben, die eine Grundvoraussetzung für solche Erfolge sei.

LKW: 1.500 Beanstandungen bei 4.000 Kontrollen
Einen unschätzbaren Beitrag für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer leisten die Polizisten bei den Kontrollen von Lastkraftwagen die aus vieler Herren Länder kommen, auch von außerhalb der EU. Fahrzeuge mit gefälschten TÜV-Stempeln und Fahrer ohne Lkw-Führerschein werden buchstäblich aus dem Verkehr gezogen. Insgesamt sind bei rund 4.000 LKW-Kontrollen in den ersten neun Monaten des zu Ende gehenden Jahre rund 1.500 Beanstandungen zu verzeichnen gewesen.

Stolz ist man bei der APS darauf, dass ihre Experten ein Niveau an Professionalität bei der Überführung von Dokumenten-Fälschern erreicht hat, dass die Staatsanwaltschaft Landshut ihre Expertisen als gleichwertig mit Gutachten des Landeskriminalamts behandelt. Wo gefälschte Dokumente sind, ist sehr oft auch mehr, schilderten die Beamten und erzählten von einem BMW der Spitzenklasse mit irakischem Kennzeichen, dessen Software manipuliert war und mit einem in Frankreich gestohlenen Getriebe ausgestattet war sowie einem in Nordrhein-Westfalen gestohlenen Motor.

Eine große Zahl an Drogen-, Waffen-, Diebstahls- und andere Vermögensdelikte wird durch die APS aufgedeckt. Die Aufklärungsquote bei diesen Kontrolldelikten ist mit fast 81 Prozent enorm hoch. Bei der illegalen Migration ist derzeit eine Zunahme bei Leuten aus Moldawien auffällig. Die rumänischsprachigen Moldawier geben sich mit illegal erworbenen Dokumenten als Bürger des EU-Landes Rumänien aus, um in Deutschland mit Schwarzarbeit an begehrte Euro zu kommen.

Verkehrsdichte bremst Elefanten-Rennen aus
Stetig nimmt der Verkehr zu, von Autos wie von LKWs. Die steigende Verkehrsdichte hat nicht nur negative Folgen, wie die Polizeibeamten darlegten. Höchstgeschwindigkeits-Raser würden dadurch ebenso ausgebremst wie die sogenannten Elefanten-Rennen, die – unzulässigen –Überholmanöver von Schwerlastern.

Mit Genugtuung legten die Vertreter der Polizei dar, dass heuer auf den Strecken im APS-Bereich keine Verkehrstoten zu beklagen waren; allerdings gab es eine beachtliche und gegenüber dem Vorjahr gestiegene Zahl an Schwerverletzten. Sorge bereitet ihnen die zunehmende Zahl an Wildunfällen (Rehe, Wildschweine) im Bereich der Autobahn, eine Entwicklung, die in ganz Niederbayern zu verzeichnen ist.

Bei Landau fühlte sich eine Rotte von sieben Wildschweinen innerhalb der Autobahnzäune wohl, wo sie nicht bejagt werden und zugleich ausreichend Nahrung finden. Die ebenso rasche wie besonnene Reaktion von Mitarbeitern des Bauhofs der Marktgemeinde Pilsting half, Schlimmeres zu verhindern.

Tempolimit für die B 15neu erforderlich
Ebenfalls mit Sorge blicken die Polizeibeamten auf die nunmehr bis Essenbach durchgängige B 15neu. Wie VPI-Leiter Marchner und APS-Leiter Geigenberger darlegten, hat die vierspurige, autobahnähnliche B 15neu aufgrund ihres Streckenprofils und Höhenverlaufs eine Reihe immens gefährlicher Abschnitte.

Wer zu schnell dran sei, habe dort zu wenig Sicht und damit Reaktionszeit, um sein Fahrzeug zum Beispiel vor einer Unfallstelle rechtzeitig abzubremsen. Ein Tempo-Limit wäre daher auf diesen Teilstrecken dringend zu empfehlen. Man habe dies schon gegenüber verschiedenen Stellen und Entscheidungsträgern vorgebracht, aber bislang kein Gehör gefunden.

(Elmar Stöttner, Pressereferent Landkreis Landshut)

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