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04.08.2020

Quantensprung für den ÖPNV in Niederbayern

Landräte und Oberbürgermeister stoßen Gründung eines Verkehrsverbundes an

Verkehrsverbund - Gründung

Bild: Machen sich gemeinsam für die Gründung eines niederbayerischen Verkehrsverbundes stark (v. l.): Die Landräte Werner Bumeder (Dingolfing-Landau), Peter Dreier (Landshut) und Michael Fahmüller (Rottal-Inn). Nicht im Bild sind Landrat Martin Neumeyer (Kelheim) und Oberbürgermeister Alexander Putz (Stadt Landshut).

Die Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs im ländlichen Raum, das haben sich schon viele Landkreise auf die Fahnen geschrieben. Um durchgehende Tarife zu erreichen, die Fahrgastinformation zu verbessern und die bestehenden Linien besser aufeinander abzustimmen, haben nun fünf niederbayerische Landräte und Oberbürgermeister vereinbart, einen gemeinsamen Verkehrsverbund zu gründen.

Werner Bumeder (Dingolfing-Landau), Peter Dreier (Landshut), Michael Fahmüller (Rottal-Inn), Martin Neumeyer (Kelheim) und Alexander Putz (Stadt Landshut) haben sich mit diesem Ziel an die Bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer gewandt: „Wir beabsichtigen, einen Verkehrsverbund zu gründen, der die Fahrgäste im Fokus hat, der speziell an die Bedürfnisse unseres Raumes angepasst ist und der den Interessensausgleich auch mit den Verkehrsunternehmern sucht“, fassen die kommunalen Vertreter ihre Absichten zusammen. Sie sehen darin die Möglichkeit, „einen Quantensprung für den ÖPNV bei vertretbaren Kosten“ zu erreichen. Denn einige der Aufgabenträger haben zwar bereits Maßnahmen zur Verbesserung des ÖPNV getroffen: Gemeinsam sei man aber noch schlagkräftiger.

Einem Betritt zum Münchner Verkehrsverbund (MVV) einzelner Teilräume stehe dem nicht entgegen. Denn die Zukunft liegt nach Meinung der Landräte und des Oberbürgermeisters in der Überlappung von Verbundräumen, damit „beim Fahrgast mehr ÖPNV ankommt, ohne dass die Kosten für die Öffentliche Hand in gleichem Maße steigen“. Sie stellen aber fest, dass die Verantwortung bei den einzelnen Aufgabenträgern verbleiben soll.

Landräte und Oberbürgermeister bitten die Ministerin in ihrem Schreiben um finanzielle Unterstützung für die notwendige Untersuchung. Sie wollen damit auch dem erklärten Vorhaben der Bayerischen Staatsregierung Rechnung tragen, den ÖPNV weiter zu stärken und das gesamte Staatsgebiet in Verbünden zu organisieren. Insofern deckt sich die Initiative der fünf Aufgabenträger genau mit den Zielen der Staatsregierung.

Das unterstützen auch Oberbürgermeister Alexander Putz und Landrat Peter Dreier, die Vorsitzenden des Landshuter Verkehrsverbundes (LAVV): „Mit der Gründung und dem Betrieb des LAVV haben wir in der Region Landshut bereits eine hervorragende Basis geschaffen – doch es war stets auch unser Anliegen, den Anschluss an umliegende Verkehrsverbünde und angrenzende Landkreise zu suchen. Ein niederbayerischer Verkehrsverbund wäre ein großer Schritt auf diesem Weg, um unseren Bürgerinnen und Bürger noch mehr Anreize zu schaffen, auf den ÖPNV zu setzen“. Kelheims Landrat Martin Neumeyer pflichtet dem bei: „Auch dem Landkreis Kelheim ist sehr an einer Gründung eines Verkehrsverbundes gelegen. Dafür haben sich auch vor kurzem die Mitglieder des Mobilitätsausschusses ausgesprochen.“

(Carina Weinzierl, Pressesprecherin Landkreis Landshut)

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