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25.08.2014

Immobilienmarkt weiter mobil – nach oben

Umsatzplus von über 100 Millionen gegenüber 2012

 

Vorstellung der Zahlen zum Immobilienmarkt 2013
Andreas Valenta, der Vorsitzende des Gutachterausschusses für den Landkreis Landshut, stellte Landrat Peter Dreier die Ergebnisse vor, die der Ausschuss für den Immobilienmarkt der Region für das Jahr 2013 erarbeitet hat.

Der Landkreis Landshut ist eine Boom-Region. Wenn es dafür noch eines Beweises bedürfte, würden ihn die Erhebungen über den Immobilienmarkt erbringen, die der Gutachterausschuss des Landkreises für das vergangene Jahr vorgelegt hat. Rund 381 Millionen Euro betrug das Finanzvolumen, das im Jahr 2013 bei 1918 Transaktionen bewegt worden ist – 100 Millionen mehr als im Vorjahr. Das ist ein Umsatzplus von 36,8 Prozent, wie Andreas Valenta, der Vorsitzende des Gutachterausschusses gegenüber Landrat Peter Dreier darlegte.

Die Dynamik auf dem Immobilienmarkt setzt sich zudem ungebrochen fort: „Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass auch 2014 für die Immobilienwirtschaft ein starkes Jahr wird“, resümierte Valenta auf der Grundlage der neuesten Zahlen. Bis Freitag dieser Woche (22. August) hat der diesjährige Umsatz durch Immobilien-Transaktionen bereits 252 Millionen Euro betragen.

Die Haus- und Wohnungspreise in Deutschland steigen – und ein Ende ist nach der Meinung praktisch aller Marktbeobachter vorläufig nicht in Sicht. Deutlich gestiegen ist nach den Feststellungen der Fachleute dabei die Nachfrage nach neu gebauten Eigentumswohnungen.

Diese beiden bundesweiten Trends spiegeln sich für den Landkreis Landshut auch in dem Zahlenwerk wider, das der Vorsitzende des Gutachterausschusses Landrat Dreier präsentierte: Von insgesamt 256 Wohnungskauf-Verträgen entfielen demnach 83 auf Verträge über neu gebaute Eigentumswohnungen. Hier sei eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorjahren zu verzeichnen: „Noch nie sind auf dem Gebiet des Landkreises Landshut so viele neu gebaute Eigentumswohnungen verkauft worden wie letztes Jahr.“

„Wohnungsmarkt nimmt an Bedeutung zu“

Auch der demographische Wandel schlage sich spürbar nieder. 23-Mal wurden altersgerechte Neubauwohnungen gekauft, sogenannte Seniorenwohnungen. „Der Markt für Wohnungen nimmt im Landkreis Landshut allgemein an Bedeutung zu“, resümierte der Vorsitzende des Gutachterausschusses. Je nach Lage und Ausstattung schwankten die Preise für neugebaute Eigentumswohnungen natürlich erheblich. Der statistische Mittelwert lag im Jahr 2013 bei 2700 Euro je Quadratmeter.

Mit einer Summe von gut 230 Millionen Euro entfiel das Gros der am Immobilienmarkt bewegten Gelder auf Transaktionen mit bebauten Grundstücken. Mit 96 Millionen davon schlagen Geschäfte mit Gewerbeimmobilien zu Buche, mit rund 100 Millionen Euro Transaktionen rund um Ein- und Zweifamilienhäuser.

„Für ein bis zu zehn Jahre altes, freistehendes Einfamilienhaus wurden landkreisweit durchschnittlich 350000 Euro bezahlt“, führte Valenta eine weitere interessante Kennziffer an. Ein Wert, von dem natürlich große Abweichungen möglich sind – je nach Lage, Größe von Häusern und Grundstücken sowie dem Zustand der Gebäude. (Zum Vergleich: Für die Stadt Landshut liegt dieser Wert bei 400000 Euro.) Und für ein „gebrauchtes Einfamilienhaus“ musste man im Jahr 2012 nach den Erhebungen des Gutachterausschusses durchschnittlich 222000 Euro berappen.

Hohe Attraktivität als Zuzugsregion

Einen leichten Umsatzrückgang hatten die Mitglieder des Gutachterausschusses bei Verkäufen von Wohnbau-Grundstücken zu verzeichnen. Auf 474 Transaktionen entfielen 44 Millionen Euro Umsatz, knapp sieben Prozent weniger als im Jahr 2012. „Insgesamt bleiben aber auch hier die Zahlen auf einem hohen Niveau und einem Mehrjahrestrend“, konstatierte der Vorsitzende des Gutachterausschusses. 2008 habe die Zahl der Transaktionen bei Wohnbau-Grundstücken noch bei 235 gelegen.

Insgesamt beziffert der Gutachterausschuss die Flächen, die umgesetzt worden sind, für das Jahr 2013 auf rund 7,405 Millionen Quadratmeter (2012 waren es rund 5,888 Millionen Quadratmeter). Vergleicht man die statistisch erfasste Entwicklung über mehrere Jahre hinweg (siehe Graphik) ist erkennbar, dass die Aufwärtsentwicklung ab dem Jahr 2009 an Fahrt aufgenommen hat – also im Jahr nach der Finanzkrise, die durch die Pleite der Lehman-Investmentbank (New York) ausgelöst worden war.

All dies belege, dass die Zeichen weiter auf starkem Wachstum stünden und es zeige, wie attraktiv der Landkreis Landshut als Zuzugsregion sei. Hier müsse man verfolgen, wie sich die Preise für Wohnbauland entwickelten, merkte Valenta an. Die Bodenrichtwert-Aufstellung werde Aufschluss darüber geben. In einigen Landkreis-Gemeinden zeichneten sich Preissteigerungen ab. Der Hauptgrund sind gestiegene Erschließungskosten. Bei gewerblich genutzten Grundstücken seien die Kaufzahlen im laufenden Jahr bereits um zwölf Prozent zurückgegangen.

Ackerland: Höchste Preise deutschlandweit

Wie in allen Jahren seit 2008 haben die Preise für Ackerland auch 2013 wieder deutlich angezogen. Wie aus dem – seit vier Jahren erscheinenden – Immobilien-Marktbericht Deutschland fürs Jahr 2012 hervorgeht, konnten die höchsten Ackerland-Preise im Südwesten des bevölkerungsreichsten Bundeslandes Nordrhein-Westfalen sowie im Landkreis Landshut erzielt werden. „Auch die Transaktionen über Ackerland, die uns für 2013 und für das laufende Jahr vorliegen, bestätigen eindrucksvoll diesen Trend“, resümierte Valenta.

Den Gründen speziell für diese Entwicklung würde derzeit mit Hilfe mathematisch-statistischer Methoden nachgegangen. Die Ergebnisse sollen dann in die Bodenrichtwert-Ermittlung im nächsten Jahr einfließen.
Jenseits jeder Mathematik liegen die Ursachen für die Entwicklung auf der Hand. Der Siedlungsdruck im Raum Landshut nimmt zu – im Gegensatz zu anderen deutschen Regionen, die sich entvölkern; und Ackerland ist auf der zusehends übervölkerten Erde rar und damit teuer.


Graphik zur Immobilienmarkt Entwicklung im Landkreis Landshut

Statistischer Überblick über die Entwicklung bei der Zahl der abgeschlossenen Immobilienverträge: U steht für unbebaute Grundstücke, B für bebaute Grundstücke, W für Wohnungseigentum.

(Elmar Stöttner - Pressestelle Landkreis Landshut)

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