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06.03.2019

Gästeübernachtungen - entscheidendes Standbein
der heimischen Gastronomie

IHK-Hauptgeschäftsführer Schreiner stellte sich Landrat Dreier vor


IHK - Tourismus
 
Im Bild v. links: IHK-Hauptgeschäftsführer Alexander Schreiner, Daniela Hausteiner und Marc-André Alram , Landrat Peter Dreier und Landkreis-Wirtschaftsreferent Ludwig Götz
 

Alexander Schreiner hat Anfang vergangenen Jahres seine Arbeit als Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Niederbayern aufgenommen, nachdem sein Vorgänger Walter Keilbart in den Ruhestand gegangen ist. Nun hat der Wirtschaftsingenieur und Betriebswirt, der bereits seit 20 Jahren bei der IHK Niederbayern tätig ist, auch Landrat Peter Dreier erstmals besucht.

Dabei stellte Schreiner mit Marc-André Alram gleich den neuen IHK-Regionalbetreuer für den Bereich Landshut vor: Diese Position wurde innerhalb der IHK Niederbayern zusätzlich geschaffen, um auch in den einzelnen Regionen noch stärker verankert und präsent zu sein. Denn ein starkes Bevölkerungswachstum, wie es Stadt und Landkreis Landshut seit Jahren stets verzeichnen, bedingt auch den Ausbau der Infrastruktur – ein entscheidender Faktor für Wirtschaft und Unternehmen. Nicht nur für Pendler ein großer Vorteil: Auch die Wirtschaftskraft ist untrennbar mit einer guten Verkehrs-Infrastruktur und -anbindung verbunden.

Neben dem Kennenlernen stand eine aktive Tourismuspolitik für Niederbayern im Mittelpunkt des Gespräches. Dabei stellte Daniela Hausteiner, bei der IHK zuständig für den Bereich Tourismus, ein Positionspapier der Kammer vor, wie dem vielfach zur bereits zur Realität gewordenen Wirtshaussterben mit neuen Strategien für die heimische Gastronomie entgegengewirkt werden könnte. Dabei heißt es in dem Papier, dass eine „Qualitätsverbesserung ein dauerhaftes zentrales politisches Anliegen“ sein müsse.

Im niederbayernweiten Vergleich hat sich die Zahl der Gästeankünfte und -übernachtungen stabil entwickelt. Die hohen Zahlen resultieren vor allem aber auch aus der wirtschaftlich guten Lage der ansässigen großen Unternehmen. Durch viele Schulungen, Kongresse und Veranstaltungen sind die Gastronomen und Hoteliers in der Region gut ausgebucht. Dabei gilt es aber auch, den Freizeitwert der Region noch mehr in den Fokus zu rücken.

Aus diesem Grund haben die Wirtschaftsförderung und das Büro für Tourismus am Landratsamt eine Imagebroschüre und einen Freizeitführer erstellt, der kompakt alle Ausflugsziele, Gastronomie- und Freizeitangebote vorstellt. Mithilfe dieser Publikationen erhalten nicht nur auswärtige Gäste einen schnellen Überblick, was die Region zu bieten hat, erklärte Landkreis-Wirtschaftsreferent Ludwig Götz. Der Freizeitführer ist, wie viele weitere Broschüren des Landkreises, weiterhin kostenlos über die Homepage (www.landkreis-landshut.de) erhältlich.

Eine wichtige Stellschraube ist dabei der Einzelhandel: Wenn sich in der Umgebung attraktive Einkaufsmöglichkeiten befinden, nutzt der Gast oftmals auch die gastronomischen Angebote. Doch die Synergie kommen auch anders herum zum Tragen: Nutzt der Gast ein gastronomisch attraktives Angebot, stehen die Chancen nicht schlecht, dass auch der umliegende Einzelhandel dadurch Kunden gewinnt. Diese Wechselwirkung muss dem IHK-Papier zufolge unbedingt besser ausgebaut werden, weil beide Branchen voneinander enorm profitieren können. Dass in beiden Bereichen die Anbieter auf eine umfangreiche und professionelle Internetpräsenz setzen müssen, darin waren sich alle Anwesenden einig.

(Elmar Stöttner, Pressereferent Landkreis Landshut)