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05.11.2014

Der nächste Schritt zur LEADER-Region

"Lokale Aktionsgruppe Landkreis Landshut" gegründet

LEADER Vereinsgründung

Landrat Peter Dreier (vorne Mitte) mit den Mitgliedern des LEADER-Steuerkreises und den verantwortlichen Mitarbeitern des Landratsamts.

Seit 31.10.2014 gibt es den Verein „Lokale Aktionsgruppe Landkreis Landshut“ (LAG), der samt Satzung und Vorstandswahl am Freitagnachmittag von 77 Gründungsmitgliedern aus der Taufe gehoben wurde und unter Vorsitz von Landrat Peter Dreier stehen wird. Außerdem wurden bei der konstituierenden Sitzung im Großen Sitzungssaal des Landratsamts die Mitglieder des LAG-Steuerkreises gewählt, die voraussichtlich ab Mitte 2015 über die Vergabe von Zuschüssen im Rahmen des EU-Programms zur Stärkung des ländlichen Raums entscheiden können.

Unter dem Motto „Bürger gestalten ihre Heimat“ sollen mit dem Leader-Programm der Europäischen Union ländliche Regionen entwickelt und gefördert werden. Die Vernetzung der beteiligten Akteure, nachhaltiges Wirtschaften, regionale Wertschöpfung und Bürgerbeteiligung sind dabei Elemente von zentraler Bedeutung. „Leader ist keine politische Spielwiese, sondern ein sehr vielschichtiges Förderinstrument für die Bürgerbeteiligung in einer Region“, erläuterte der niederbayerische Leader-Manager Dr. Eberhard Pex bei der Gründungsversammlung.

Sollte der Landkreis für die neue Förderperiode von 2014 bis 2020 berücksichtigt werden, können innerhalb der nächsten sechs Jahre voraussichtlich rund 1,3 Millionen Euro an Fördergeldern bei der Europäischen Union abgerufen werden. Zusammen mit Zuschüssen des Freistaats Bayern in Höhe von weiteren 20 Prozent werden somit insgesamt gut 1,5 Million Euro zur Förderung lokaler und regionaler Projekte zur Verfügung stehen.

Da die Zuschüsse jedoch nicht durch ein Gremium des Landkreises vergeben werden dürfen, ist die Gründung einer vereinsmäßig organisierten und transparent strukturierten „Lokalen Aktionsgruppe“ erforderlich gewesen, die „Herrin des Verfahrens“ sein wird. 

Vereinszweck der Interessengemeinschaft ist „die Mitglieder sowie andere regionale Akteure bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zu unterstützen und zu fördern, die der integrierten und langfristigen Entwicklung der Region dienen und deren Wirtschaftskraft im ländlichen Raum stärken sollen“. Vor allem gehe es um „Förderung, Erhaltung und nachhaltige Entwicklung der natürlichen Lebensgrundlagen, der Landschaft, der kulturellen Identität, des sanften Tourismus, der Landwirtschaft, der Wirtschaftsstruktur und der Bildung, die der Zukunftssicherung im Bereich ländlicher Entwicklung dienen“.

Verwirklicht werden sollen diese Ziele in mehrfacher Hinsicht: zunächst durch die Erarbeitung einer „Lokalen Entwicklungsstrategie“ (LES), die eine weitere grundlegende Voraussetzung für die Teilnahme am Ausschreibungsverfahren ist, dessen Frist am 28. November endet. Die LES stellt gewissermaßen den Leitfaden für die regionale Politik dar und soll im Wesentlichen aufzeigen, was der Landkreis braucht, um sich zukunftsfähig und nachhaltig entwickeln zu können. 

Der Vorstand der LAG besteht aus Landrat Peter Dreier als erstem und Professor Dr. Christoph Skornia aus Furth als zweitem Vorsitzenden, die ebenso einstimmig gewählt wurden wie Schatzmeister Armin Reiseck, Rechtsanwalt aus Wörth.

Die drei Vorstandsmitglieder haben auch Sitz und Stimme im 13-köpfigen Steuerkreis, dem eigentlichen Entscheidungsgremium der LAG, in dem der nichtöffentliche Bereich (Vereine, Verbände, Bürger) nach geheimer Wahl durch Stefan Gerstl (Niederaichbach), Ugur Sahin (Ergolding), Werner Klinger (Geisenhausen), Monika Weigl (Altdorf), Lucia Mirlach (Rottenburg) und Christine Attenkofer (Kumhausen) vertreten wird.

Den öffentlichen Sektor repräsentieren die Bürgermeister Luise Hausberger (Baierbach), Josef Klaus (Niederaichbach), Dr. Josef Niederauer (Weihmichl) und Helga Kindsmüller (Obersüßbach). Als Kassenprüfer wurden Georg Högl und Gerhard Babl gewählt.

(Horst Müller, Landshuter Zeitung - gekürzte Fassung der Online-Redaktion)

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