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08.07.2014

Papierwerk Landshut Mittler

100 Jahre Kompetenz , kompakt verpackt
 

Papierwerk Landshut - Landrat

Im Bild von rechts: Landrat Peter Dreier, geschäftsführender Hauptgesellschafter Günther Berninghaus, Wirtschaftsreferent des Landkreises Ludwig Götz, Bürgermeister Stefan Scheibenzuber, Betriebsleiter Hans Strasser und geschäftsleitender Beamter des Landratsamts Albrecht Alram.

Wer denkt bei einer Faltschachtel, aus der er seine Medikamente holt und die leere Verpackung später achtlos wegwirft, schon an schnelles Internet, an die in Jahrhunderten gewachsene und verfeinerte Druckkunst und an modernste Hochtechnik? Aber genau sie sind einige der wichtigsten Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für den ebenso großartigen wie nachhaltigen Erfolg einer Spezialfirma am Wirtschaftsstandort Landkreis Landshut. Dies hat Günther Berninghaus, geschäftsführender Hauptgesellschafter des Papierwerks Landshut Mittler (Wörth/Isar), bei einem Besuch von Landrat Peter Dreier erläutert, der dem Firmenchef zum 100-jährigen Jubiläum des Unternehmens gratulierte und sich zugleich über eine hohe Neuinvestition der Firma informierte.

Emil Mittler, Urgroßvater von Günther Berninghaus, Gesellschafter der Papiergroßhandlung Hartmann & Mittler in Augsburg, hat die Firma im Jahr 1914 in Landshut gegründet. Das Familienunternehmen (seit drei Generationen), das heute 150 Mitarbeiter zählt, hat in diesen wechselvollen 100 Jahren alle Herausforderungen bestanden.

Im Oktober 1996 hat das vorher in Landshut ansässige Unternehmen seine Arbeit aufgenommen in dem jetzigen Produktionsgebäude, das mitten im großzügigen und verkehrsgünstig gelegenen Gewerbegebiet von Wörth liegt. Der heutige Standort ist ein ganz großer Pluspunkt der Firma.

Gut 20 Millionen Euro beträgt der Jahresumsatz des Spezialunternehmens, das pro Jahr rund 6000 Tonnen Karton von deutschen und skandinavischen Zulieferern verarbeitet. Beim Papierwerk Mittler werden daraus gut 400 Millionen hochwertige Faltschachteln, die auf Lastwagen verschiedener Speditionen zu den Kunden der Firma transportiert werden. 80 Prozent sind Verpackungen für die pharmazeutische Industrie, zehn Prozent für die kosmetische Industrie und zehn Prozent für die allgemeine Gebrauchsgüter-Industrie.
 
Besonders stolz ist man beim Papierwerk Landshut Mittler darauf, dass die Erzeugnisse des Unternehmens ganzheitlich in der Firma hergestellt werden – vom Entwurf bis zum Endprodukt. Tag für Tag verlassen das Papierwerk rund 1,82 Millionen Faltschachteln, in denen dann zum Beispiel Medikamente – mit exakten, unter Umständen lebenswichtigen Informationen versehen – oder Kosmetika, ansprechend verpackt, an die Frau oder den Mann gehen.

Papierwerk LandshutWas alles an Wissen, Können, Akribie von Menschen und an ausgefeilter Technik in diesen Gebrauchsprodukten steckt wurde unter anderem deutlich bei der Präsentation einer neuen Faltschachtel-Klebemaschine aus dem in der Branche weltweit hoch renommierten Unternehmen Heidelberger Druckmaschinen-AG. Sie ist Teil einer aktuellen Gesamtinvestition im siebenstelligen Bereich des Papierwerks Landshut Mittler, mit der erneut der Firmenstandort und die Arbeitsplätze gesichert werden. Die Druckmaschine erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 500 Metern pro Minute – was einem Ausstoß von maximal 120.000 Faltschachteln in der Stunde entspricht.

Die Maschine ist zudem mit einem Gerät ausgestattet, das Informationen in Blindenschrift während des Faltschachtel-Klebevorgangs einprägt. Dabei muss freilich die Geschwindigkeit auf 300 Meter je Minute begrenzt werden. Alle Systeme in der Maschine werden von separaten Kameras, Scannern und Code-Lesern überprüft und garantieren eine hundertprozentige Qualität. Und Sicherheit – selbst ein einzelner fehlender Blindenschriftpunkt wird vom System entdeckt und die fehlerhafte Faltschachtel zuverlässig ausgeschleust.
 
Es sind weitere Investitionen geplant. Sie seien nötig, um im europaweiten Wettbewerb bestehen zu können, der durch Überkapazitäten am deutschen Markt geprägt sei und auch davon, dass praktisch alle großen namhaften deutschen Wettbewerber über eigene, meist neu errichtete Werke in Polen verfügten.

Aber dank eines guten Teams im Wörth, das rund um die Uhr im Dreischichtbetrieb arbeitet, könne das Papierwerk Landshut Mittler sich die notwendigen Produktivitäts-Vorteile herausarbeiten. Berninghaus fand viele anerkennende Worte für die Leistung der Belegschaft, die weitgehend aus langjährigen Mitarbeitern besteht. Ein Mitarbeiter habe sogar seine 50-jährige Betriebszugehörigkeit feiern können.

Die Ausbildungsquote liege seit vielen Jahren bei rund zehn Prozent und ein Großteil der jungen Leute werde übernommen. Sehr großer Wert wird auf eine gute und vielseitige Ausbildung in vier Berufsfeldern gelegt: Medientechnologie Druck, Mediengestaltung, Packmittel-Technologie und Industriekaufwesen.

Das Produktions- und Verwaltungsgebäude hat derzeit noch eine zu wenig leistungsfähige Internet-Anbindung – bei großen Graphik-Datenmengen müsse man daher immer wieder einmal über Umwege die Aufgaben lösen. Zu diesem Punkt konnte Bürgermeister Scheibenzuber eine gute Nachricht übermitteln. Die Gemeinde Wörth werde hier mit einem Anbieter, der den Zuschlag erhalten habe, bald Abhilfe schaffen. In wenigen Monaten werde das Gewerbegebiet über schnelle Internet-Verbindungen verfügen. 

(Elmar Stöttner, Pressesprecher Landkreis Landshut - gekürzte Fassung der Online-Redaktion)

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