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18.09.2015

Landrat Dreier besucht Firma Rola in Rottenburg

Erfahrung und Innovation in der Spirituosenherstellung

Rola, Rottenburg

Foto: Vor der ersten Destillieranlage der Firma Rola (v.l.) Wirtschaftsreferent Ludwig Götz, Landrat Peter Dreier, Juniorchef Gerhard Czerwionka, Bürgermeister Alfred Holzner und technischer Leiter Karl Brunner
 

Seit fast 70 Jahren produziert die Firma Rola an ihrem Standort in Niederhatzkofen in der Stadt Rottenburg Spirituosen und vertreibt diese mit starken Handelspartnern in ganz Europa. Rund 50 Millionen Flaschen Wodka, Eierlikör, Rum, Gin, Kräuter- und Sahneliköre und weitere Köstlichkeiten werden bei Rola jährlich hergestellt. Landrat Peter Dreier betonte bei seinem Betriebsbesuch gemeinsam mit Bürgermeister Alfred Holzner die Bedeutung des Unternehmens für die Stadt Rottenburg und den nördlichen Landkreis Landshut. Zugleich dankten beide dem Juniorchef Gerhard Czerwionka und seinem Vater Rudolf Czerwionka für den jahrzehntelangen Einsatz und die Treue des Familienunternehmens zum Standort Rottenburg.

Fasziniert blickten die Besucher gemeinsam auf die Erfolgsgeschichte des Spirituosenherstellers zurück. Mit Mut und Weitsicht hat sich der Großvater des heutigen Juniorchefs Gerhard Czerwionka nach der Flucht aus Oberschlesien für den Standort auf der ehemaligen Kiesgrube in Niederhatzkofen entschieden und nach dem Zweiten Weltkrieg eine stattliche Produktionsstätte aufgebaut, die nach zahlreichen Modernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen noch heute den modernen Anforderungen der Lebensmittelproduktion entspricht. Bald nach dem Aufbau des Unternehmens beschäftigte Rola bis zu 300 Mitarbeiter.

Nach der Gründung führte Rudolf Czerwionka das Unternehmen viele Jahre erfolgreich weiter und mittlerweile ist mit seinem Sohn Gerhard die dritte Generation der Familie in der Firmenführung tätig. Dank des Einsatzes modernster Abfüll- und Verpackungsanlagen kommt das Unternehmen trotz der hohen Menge an produzierten Spirituosen mittlerweile mit 90 Angestellten aus, die zu Spitzenzeiten von weiteren Arbeitskräften unterstütz werden.

Wie Czerwionka gemeinsam mit Geschäftsführer Georg Geltinger betonte, unterlag die Spirituosenindustrie in Deutschland in den vergangenen Jahrzenten einem starken Wandel. Heute gebe es auf dem nationalen Markt nur noch eine Handvoll Mitbewerber. Rola sei es dank umfangreicher Investitionen zur Steigerung der Produktivität und aufgrund des Innovationsgeistes gelungen, eine starke Marktposition zu festigen. Mit einer breiten Produktpalette könne man den Handelspartnern das anbieten, was bei den Kunden gerade ankommt. Neben den klassischen Produkten wie Wodka, Eierlikör und Rum, von denen Rola alleine über 20 Millionen Flaschen pro Jahr herstellt, seien besonders Trendartikel wie unterschiedliche Sahneliköre oder derzeit ganz stark Gin gefragt. Hier sei es besonders wichtig, neue Trends schnell zu erkennen, um auf die Kundenwünsche mit hochwertigen Produkten reagieren zu können.

In einem eigenen Labor arbeitet deshalb der technische Leiter Karl Brunner und sein Team mit viel Kreativität ständig an den neuesten Rezepturen und Geschmacksrichtungen. So sei es beispielsweise gelungen, einen original italienischen Aperitif nach Art des Aperol als Dauerbrenner erfolgreich im Markt zu platzieren . Beim gemeinsamen Betriebsrundgang beeindruckten alleine schon die schieren Mengen an verarbeiteten Zutaten. Aus wöchentlich 2 Millionen Eiern entsteht köstlicher Eierlikör. Alleine 200.000 Eier werden dazu bei Rola selbst aufgeschlagen. Mit hoher Präzision bewältigen die Abfüll- und Etikettieranlagen ein Pensum von bis zu 70.000 kleinen Flaschen pro Stunde.

Dank hoher Investitionen in die Bereiche Sicherheit, Brand- und Explosionsschutz macht Rola den Standort fit für die Zukunft. Hier kann man sich auch auf eine treue Belegschaft verlassen, wie die oft jahrzehntelagen Betriebszugehörigkeiten der Mitarbeiter zeigen. Neben einem Auszubildenden zum Destillateur bietet Rola auch einigen Asylbewerbern einen Arbeitsplatz und leistet damit einen Beitrag zur Integration. Für Bürgermeister Alfred Holzner ist das Traditionsunternehmen als treuer Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler ein Glücksfall. Mit dem Namen Rola macht es die Stadt Rottenburg weltweit bekannt.

Landrat Peter Dreier und Wirtschaftsreferent Ludwig Götz wünschten dem Unternehmen auch künftig eine so erfolgreiche Entwicklung und sagten weiterhin ihre Unterstützung bei anstehenden Projekten zu.

(Markus Mühlbauer, Pressesprecher Landkreis Landshut)