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10.09.2015

Stadt und Landkreis Landshut – eine Bildungsregion

Bewerbung um das Qualitäts-Siegel war erfolgreich

Bildungsregion - Vorstellung im RathausJetzt ist es amtlich: Die Stadt und der Landkreis Landshut erhalten vom Freistaat Bayern die Auszeichnung als „Bildungsregion." Das haben Landrat Peter Dreier, Landshuts Oberbürgermeister Hans Rampf und Britta Pinter vom Regionalmanagement Landshut im Rahmen eines Pressegesprächs am 8. September im Landshuter Rathaus bekannt gegeben. Die offizielle Verleihung des Qualitäts-Siegels nimmt Kultusminister Ludwig Spaenle in einer Feierstunde am 29. Oktober im Landshuter Rathausprunksaal persönlich vor.


„Wir freuen uns, dass wir das Projekt innerhalb eines Jahres auf den Weg gebracht haben“, betonte OB Rampf. Im selben Atemzug wies er darauf hin, dass dieses Projekt „Bildungsregion Landshut“ auf lange Sicht angelegt ist. Das Qualitätsmerkmal Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt. Das entspreche auch den Forderungen und Erwartungen praktisch aller, die sich in Arbeitskreisen engagiert hätten oder anderweitig in den Prozess eingebunden seien – von den Kindergärten über Schulen und der Hochschule bis zu namhaften heimischen Unternehmen.

Diesem Ziel werde auch durch einen ständigen Arbeitskreis Rechnung getragen, der unter dem Dach des Regionalmanagements Stadt und Landkreis Landshut arbeitet. Der Landrat unterstrich, dass Bildung die „wichtigste Ressource“ der Region und überhaupt ganz Deutschlands sei. Mit Freude und Begeisterung habe er daher festgestellt, wie groß in Stadt und Landkreis Landshut die Resonanz auf die Initiative gewesen sei, sich für das Qualitätsmerkmal „Bildungsregion in Bayern“ zu bewerben. Auf diesem Weg müsse man weitergehen.

Es gelte, engere Verbindungen zwischen verschiedenen Bildungseinrichtungen auszubauen sowie schulischen und außerschulischen Bildungsangeboten und Bildungsträgern zustande zu bringen. Alles diene dem Ziel, das man auf den Nenner bringen könne, dass „kein Talent verloren gehen darf“.

Britta Pinter, die zusammen mit Jana Grzemba von der Regierung von Niederbayern die Bewerbung um das Siegel Bildungsregion geleitet und koordiniert hat, legte dar, dass im Mittelpunkt der Initiative die Vernetzung der verschiedensten Bildungsträger in der Region Landshut stehe – angefangen von den Kindergärten und Grundschulen über die weiterführenden Schulen und die Ausbildungsbetriebe bis hin zur Hochschule Landshut. Die Bildungsregion ruhe dabei auf fünf Säulen, hinter denen ebenso viele Arbeitsgruppen stünden, in denen sich Vertreter der unterschiedlichen Bereiche kennenlernen und austauschen, um schließlich gemeinsam anzupacken.

Im Rahmen des Bewerbungsprozesses habe sich in den Arbeitskreisen herauskristallisiert, dass eine der wichtigsten Aufgaben auf dem Bildungssektor die Sprachförderung sei, erläuterte Britta Pinter. Dabei gehe es beileibe nicht nur um die Kinder von Migranten. Vielmehr habe sich gezeigt, dass auch viele Fachkräfte aus anderen Ländern mit ihren Familien in die Region zögen und eine solche Förderung für ihre Kinder natürlich sehr begrüßten. Auch bei deutschen Kindern stelle man immer wieder fest, dass sie zum Teil große Leseschwächen aufwiesen. Aber ohne Sprache funktioniert die Bildungskette nicht. Der Bedarf reiche von Kindertagesstätten über Schulen bis hin zu Betrieben.

Einige Projekt-Ideen im Zusammenhang mit der Bewerbung um das Qualitäts-Merkmal Bildungsregion Landshut sind nach ihren Worten bereits auf den Weg gebracht worden. So werde zum Beispiel die Arbeit der Sprach- und Kulturmittler des Katholischen Jugendsozialwerks auf die gesamte Region ausgeweitet. In Kindertagesstätten und Grundschulen würden sogenannte Sprachencluster gebildet, um Brücken über kulturelle Grenzen hinweg zu schlagen.

Am Gymnasium Seligenthal in Landshut wird demnach ab dem neuen Schuljahr ein „Brückenkurs“ als Pilotprojekt angeboten. Dabei handelt es sich um eine Einstiegsklasse für Jugendliche aus verschiedenen Nationen. „Wir sind froh darüber, dass sowohl der Kreistag als auch der Landshuter Stadtrat einem Zuschuss für dieses Projekt zugestimmt haben“, erklärte OB Rampf. Es sind bereits 30 Anmeldungen für den Kurs eingegangen, obwohl für das Projekt bislang nicht groß geworben worden sei.

(Elmar Stöttner, Pressestelle Landkreis Landshut)