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05.07.2018

E-Mobilität auch für Nutzfahrzeuge

Regionalmanagement organisierte Informationsveranstaltung
für Kommunen


E-Mobilität StreetScooter
Vertreter einer ganzen Reihe von Landkreis-Gemeinden nahmen an der Informations-Veranstaltung des Regionalmanagements für die Region Landshut teil, bei der elektro-getriebene Nutzfahrzeuge vorgestellt wurden und getestet werden konnten.

„StreetScooter“ – „Straßenroller“, so heißen die Nutzfahrzeuge, die das Unternehmen DHL, der Paket- und Brief-Expressdienst der Deutschen Post, vor einigen Jahren als Elektro-Fahrzeuge entwickelt hat für seine Paket- und Postzusteller. Nach mehrjährigen erfolgreichen Einsätzen der elektro-getriebenen Fahrzeuge gibt es inzwischen Nutzfahrzeug-Varianten der „Straßenroller“, die zum Beispiel auch bei kommunalen Bauhöfen eingesetzt werden können.

Kai Goldmann, Regionalmanager für die Region Landshut, hat vor diesem Hintergrund zusammen mit der DHL erstmals eine Informationsveranstaltung durchgeführt für Repräsentanten und Mitarbeiter von Kommunen. Im Bauhof der Marktgemeinde Ergolding konnten sich die Teilnehmer einen Eindruck verschaffen, was mit E-Mobilität inzwischen auch in diesem Sektor möglich ist.

Manuel Schmid, Spezialberater für Elektro-Kraftfahrzeuge, legte bei der Veranstaltung dar, dass das Post-Tochterunternehmen DHL die „Straßenroller“-Nutzfahrzeuge entwickelt habe, weil kein Autohersteller bis heute ein für diese Zwecke von Paket- und Postzustellern optimal geeignetes Modell anbiete. Daher habe man ein speziell an diese Ansprüche angepasstes und elektrisch betriebenes Fahrzeug konzipiert und entwickeln lassen.

Die „Straßenroller“ haben sich nach den Worten von Lothar Karney, Vertriebsleiter der Post für Süddeutschland, auf dem Sektor der leichten Nutzfahrzeuge mittlerweile sehr gut etabliert. DHL versuche nun, solche E-Fahrzeuge zu vermarkten. In Zusammenarbeit mit Firmen, die Fahrzeuge mit Aus- und Aufbauten umrüsten, könne DHL inzwischen eine Reihe von Aufbau-Varianten anbieten, die für unterschiedliche Zwecke eingesetzt und zum Beispiel als Kleintransporter oder Müllfahrzeug dienen können.

Im Bauhof von Ergolding konnten die Teilnehmer aus den Gemeinden zum Beispiel einen „StreetScooter“ mit Box-Aufbau und eine Variante mit einer Müll-Haube beziehungsweise Kipper-Aufbau begutachten und Probe fahren. Eine Nutzfahrzeug-Firma aus Vilshofen, die für die DHL als Kooperationspartner für den Aufbau und Umbau in Niederbayern tätig ist, stellte die Fahrzeuge für Probefahrten zur Verfügung.

Mitarbeiter der Bauhöfe einer ganzen Reihe von Landkreis-Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (VG) nahmen diese Gelegenheit wahr, die Fahrzeuge zu besichtigen. Vertreten waren die Gemeinde Bruckberg, VG Altfraunhofen, der Markt Ergolding, die VG Ergoldsbach, der Markt Essenbach, die VG Furth (Gemeinde Weihmichl), die VG Gerzen (Gemeinde Schalkham) und die Gemeinden Neufahrn, Niederaichbach, Tiefenbach und Vilsheim. Fünf Kommunen haben inzwischen das Angebot in Anspruch genommen, jeweils drei Tage lang diese leichten Nutzfahrzeuge in der Praxis durch ihre Bauhöfe zu testen.

(Elmar Stöttner, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Landkreis Landshut)