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10.08.2021

Frischer Wind für Klimaschutz-Politik

Klimaschutz-Manager trafen sich im Landratsamt – Schneisen in Förder-Dschungel

Treffen Klimaschutz Manager

Bild: Erstes der Netzwerktreffen Klimaschutz-Manager am Landratsamt Landshut (Foto: Elmar Stöttner)

Alle reden vom Klimawandel – im Landkreis Landshut wird nicht nur geredet, sondern auch viel getan, um den Energieverbrauch zu senken und weniger Kohlendioxid in die Luft zu blasen: Das trat beim ersten Treffen von Klimaschutz-Managern aus der Region klar zu Tage. Durch beispielsweise Umrüstung der Straßenbeleuchtung (Ergolding), durch energetische Sanierung des Freibads (Rottenburg) und durch den Passivhaus-Standard für kommunale Neubauten (Vilsbiburg) setzen Kommunen wegweisende Akzente.

Der neue Klimaschutz-Manager des Landkreises, André von Mensenkampff, und Regionalmanager Kai Goldmann hatten zu dem Treffen eingeladen – und stießen im Kollegenkreis aus Kommunen, aber auch der Regierung und des Bezirks auf große Resonanz. Sich auszutauschen und voneinander zu lernen, zu erfahren, was anderswo läuft, wo es hakt, was man alsbald voranbringen kann oder sollte, was für die Zukunft geplant ist – dieses Treffen bot hervorragende Gelegenheiten dazu, waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig. 

Und natürlich motivieren erfolgreiche Beispiele, von denen einige Klimaschutz-Manager berichteten: So hat der Markt Ergolding, wie Thomas Kuntscher schilderte, durch die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED 70 Prozent des Stromverbrauchs eingespart, in Zahlen: 720.000 Kilowattstunden – was dem Jahresstromverbrauch von etwa 250 Haushalten entspricht. Das habe alle Erwartungen übertroffen, so Kuntscher. 

Ein Freibad, das auf Einsparwelle schwimmt

Oder die Stadt Vilsbiburg: Wie ihr Klimaschutz-Manager Georg Straßer darlegte, setzt sie bei Neubauten der Kommune auf den Passivhaus-Standard. Gebäude wie von der Stadt neugebaute Senioren-Wohnungen heizen sich Winter passiv auf und kühlen sich im Sommer selber ab – durch hohe Energie-Effizienz und -Einsparung erweist sich diese Bauweise langfristig deutlich günstiger als der herkömmliche Weg.

Für kühles Nass in den immer heißeren Sommern und zugleich für ein Minus an Energie-Kosten hat die Stadt Rottenburg mit der kompletten energetischen Sanierung von Gebäuden und Technik des Freibads gesorgt. Das senkt Unterhalts- und Betriebskosten. Wie Maximilian Blaimer vom Bauamt der Stadt im Laabertal berichtete, „können so auch weiterhin die familienfreundlichen Eintrittspreise gehalten werden“. 

Gerade diesen Aspekt müsse man den Menschen näherbringen, war ein weiterer Punkt, in dem sich die Klimaschützer völlig übereinstimmten: Klimaschutz schont nicht nur Natur und Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Bereits mittelfristig zahlt sich Klimaschutz-Maßnahmen auch in Euro und Cent aus. 

Das 10.000-Häuser-Programm des Freistaats

Hier herrscht nach einhelliger Meinung ein großer Informationsbedarf – und damit falle allen, die mit Klimaschutz zu tun haben, eine große Aufgabe zu: Denn die öffentliche Hand biete eine für Otto und Lisa Normalbürger kaum überschaubare Fülle von Fördermöglichkeiten an. Den Bürgern dabei zu helfen, eine Schneise in den Fördermittel-Dschungel zu schlagen, sei eine zentrale Aufgabe der Energie-Beratung. 

Aber auch auf eher bekannten Gebieten, wie der Förderung von Photovoltaik-Anlagen, gebe es noch viel zu informieren und zu bewegen, unterstrich Laura Kehl von der Regierung von Niederbayern: Sie nannte dabei explizit das 10.000-Häuser-Programm, mit dem der Freistaat Gebäude-Eigentümer unterstützt bei der Installation einer neuen PV-Anlage und eines neuen PV-Speichers in selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern. 

Das Treffen mit sehr konstruktiven Diskussionen hat für alle Anregungen gebracht, zogen die Teilnehmer nach zwei Stunden ein Resümee.

Sie kamen überein, sich in diesem Kreis in naher Zukunft wieder zu treffen, um den Klimaschutz im Landkreis Informationen und Kräfte zu bündeln und gemeinsam voranzubringen.

(Elmar Stöttner, Pressereferent Landkreis Landshut)

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