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26.09.2014

Landrat Dreier bei Firma Högl-Recycling in Dietrichsdorf

 "Innovatives Pilotunternehmen in der Biomaterialverwertung"

Betriebsbesuch Högl

Zwar liegt der Betriebssitz der Firma Högl Kompost- und Recycling GmbH in Dietrichsdorf bei Volkenschwand rund zwei Kilometer hinter der Landshuter Landkreisgrenze im Nachbarlandkreis Kelheim, aber dennoch besuchte der Landshuter Landrat Peter Dreier den Familienbetrieb der Geschwister Franz und Rita Högl, um sich darüber zu informieren, wo und wie der Bioabfall aus dem Landkreis Landshut verwertet wird.

Im Bereich der Abfallwirtschaft blicken die Firma Högl und der Landkreis mittlerweile auf eine 23-jährige enge Zusammenarbeit zurück. In dieser Zeit wurden rund 60.000 Tonnen Bioabfälle und eine große Menge Grüngut aus dem Landkreis Landshut im Betrieb Högl verwertet und zu Energie, Kompost und Dünger für die Landwirtschaft umgewandelt.

In einem kurzen Abriss stellten die Geschwister Högl sich und ihren Betrieb vor. Was mit einem rein landwirtschaftlichen Betrieb mit Ackerbau und Waldwirtschaft begann, ist heute ein bedeutender Bioabfallverwertungsbetrieb in der Region. Mit der Errichtung einer Kompostieranlage im Jahr 1988 am Standort Dietrichsdorf hat man erste Erfahrungen in einem für den Betrieb neuen Sektor gesammelt und im Jahr 1993 begann man mit der Verwertung von Bioabfällen.

Bereits seit 1991 arbeitet man im Bereich der Kompostierung mit dem Landkreis Landshut zusammen. In Pfifferling bei Rottenburg entstand damals eine Grüngut-Annahmestelle. Die landkreiseigene Kompostieranlage in Spitzlberg wurde von der Firma Högl übernommen und dort bis 2012 betrieben. Nachdem der Ausbau der Deponie Spitzlberg weiter voranschritt, musste die Kompostieranlage weichen und das Grüngut wird seither nach Dietrichsdorf transportiert. Aus den dort angelieferten Gräsern, Ästen, Laub und Gartenabfällen entsteht im sogenannten Heißrotteverfahren hochwertiger Kompost, der zur Bodenverbesserung und zur Düngung im Garten- und Landschaftsbau dient.

Mit dem Bau der Vergärungsanlage im Jahr 1993 intensivierte sich die Zusammenarbeit zwischen der Firma Högl und dem Landkreis Landshut auch im Bereich der Bioabfallentsorgung. Zur Entsorgung der Bioabfälle wird eine eigene Biogasanlage betrieben. Etwa 75 Prozent des produzierten Stroms speist die Firma Högl ins öffentliche Netz ein. Dadurch leisten der Betrieb und indirekt auch der Landkreis Landshut als Kunde einen unmittelbaren Beitrag zum Klimaschutz.

Landrat Peter Dreier zeigte sich beeindruckt über den Unternehmergeist, den die Familie Högl im damals noch neuen Bereich der Biomaterialverwertung entwickelt hat. „Högl ist ein innovatives Pilotunternehmen in der Biomaterialverwertung und ein verlässlicher Partner des Landkreises Landshut. Wir liefern jährlich rund 5.000 Tonnen Bioabfälle und eine große Menge Grüngut nach Dietrichsdorf. Es ist erfreulich zu sehen, welch sinnvolle Verwertung hier mit unseren Abfällen geschieht.“ betonte Dreier.

Der vorerst letzte Schritt in der Entwicklung der Firma Högl war die Gründung der Bioerdgas Hallertau mit dem Bau einer Biogasanlage bei Wolnzach, die gemeinsam mit der E.ON-Bioerdgas und der Hopfenverwertungsgenossenschaft betrieben wird. Von den jährlich 240.000 Tonnen Hopfenrebenhäcksel, die in der Hallertau anfallen, können in der Anlage 75.000 Tonnen in Bioerdgas umgewandelt und nach einem Veredelungsprozess unmittelbar in das Erdgasnetz eingespeist werden. 
 
(Markus Mühlbauer - Pressesprecher Landkreis Landshut)

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