13. Sept. - Tag des offenen Denkmals

21. August 2026: Ein Einblick in die Geschichte
Blick über die Altstadt von Vilsbiburg mit der Grabungsfläche im rückwärtigen Teil des Heimatmuseums (Foto: Kreisarchäologie Landshut, Th. Richter)

Der Tag des offenen Denkmals gehört zu den größten Kulturveranstaltungen Deutschlands und wir mittlerweile seit 1993 von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ausgerichtet. Auch der Landkreis Landshut ist reich an Denkmälern. Einige von ihnen werden am Veranstaltungstag (Sonntag, 13. September 2026) ihre Türen für interessierte Besucherinnen und Besucher öffnen: 

St. Vitus, Rammelkam (Gemeinde Kumhausen) 

In Rammelkam wird anlässlich des 1100 Jubiläum eine neue Glocke für die Kirche St. Vitus gegossen. Der Glockenguss findet bereits am Samstag, 12.09., statt. Die Vorbereitungen starten hierfür ab 13.00 Uhr, der Guss erfolgt gegen 20.00 Uhr.

Am Sonntag, 13.09., wird ab 09.00 Uhr die neu gegossene Glocke entpackt und um 11.00 Uhr mit einem Gottesdienst geweiht. Das erste Geläut der Glocke erfolgt um 15.00 Uhr. Die Veranstalter bieten hier einen Mittagstisch an.

Spitalgarten, Spitalplatz 40, Vilsbiburg (Blick über die Altstadt von Vilsbiburg mit der Grabungsfläche im rückwärtigen Teil des Heimatmuseums (Foto: Kreisarchäologie Landshut, Th. Richter)

Das historische Spitalensemble markiert neben dem Stadtturm den baulichen Abschluss des historischen Stadtplatzes in Vilsbiburg. Durch geplante Bauarbeiten im rückwärtigen Bereich des Ensembles, die auch das benachbarte Grundstück umfassen, bekam die Kreisarchäologie Landshut 2026 die seltene Chance, eine Grabung in der mittelalterlichen Innenstadt durchzuführen und Erkenntnisse zur Stadtgründungsphase zu gewinnen. Am Tag des offenen Denkmals 2026 werden sich die Teams von Museum und Kreisarchäologie den Ergebnissen der Grabung hinter dem Spitalensemble und der Geschichte des Heilig-Geist-Spitals widmen. Fundobjekte aus den Gebäuden und der diesjährigen Grabung werden in einer kleinen Ausstellung gezeigt und in kurzen Vorträgen um 14:00 Uhr und 15:00 Uhr erläutert. Der Heimatverein bietet Kaffee und Kuchen an. Das Museum ist am Tag des offenen Denkmals von 10:00-16:00 Uhr durchgehend geöffnet, bei freiem Eintritt.

Tonfigur eines Fisches

Gefunden im Rahmen der Grabung Heimatmuseum im Frühjahr 2026. Die Figur datiert in das 17.-19. Jh. (Foto: Kreisarchäologie Landshut, Th. Richter). 

Oed 6, Altdorf (Fassadenansicht, Quelle: Untere Denkmalschutzbehörde Landkreis Landshut) 

Das Bauernhaus wurde 1554 als zweigeschossiger Blockbau errichtet und gehört zu den ältesten erhaltenen ländlichen Wohngebäuden in Niederbayern. Sein heutiges Aussehen erhielt es durch Umbauten im 18. und 19. Jahrhundert, wobei große Teile des ursprünglichen Holzbaus erhalten geblieben sind. Aktuell findet eine aufwendige Gesamtinstandsetzung statt, Interessierte können am Tag des offenen Denkmals die Baustelle von 13:00–17:00 Uhr besichtigen. Die Bauherren sind vor Ort und stehen bei Fragen zur Verfügung.

Ganslberg 24, Altdorf (Blick aus dem Ensemblegeschützten Garten auf das Wohnhaus Fritz Koenigs, Quelle: Künstlerhaus Ganslberg) 

In den letzten Jahren wurde begonnen, das ehemalige Wohnhaus des Künstlers Fritz König zu sanieren. Aktuell finden immer wieder wechselnde Ausstellungen statt. Das unter Ensembleschutz stehende Gelände und das als Einzelbaudenkmal geschützte Wohnhaus können in der Zeit von 10:00-16:00 Uhr besichtigt werden. Zu sehen ist die noch laufende Ausstellung „nah bei” – Drei Positionen zeitgenössischer Malerei von Sabine Berr, Helmut Geier und Heribert Heindl, die sich künstlerisch mit dem Erbe Fritz Koenigs beschäftigt.

Ergänzend zeigen die Künstler Dierk Berthel, Tom Kristen und Matthias Braun im Rahmen ihrer Arbeitsresidenz im September erste Ergebnisse ihrer Zeit auf dem Ganslberg in einer Work-in-Progress-Ausstellung – neue, teils gemeinsame Arbeiten, entstehend und im Werden. 

Außerdem gibt es geführte Besichtigungen des Anwesens von Fritz Koenig mit Einblicken in Kugelhalle, Vierseithof, Atelier und Afrikahalle.

Friedenskirche, Hauptstr. 74, Neufahrn (Ansicht Friedenskirche, Quelle: Evgl.-Luth. Kirchengemeinde Neufahrn in Niederbayern)

Otto Bartning entwickelte nach dem II. Weltkrieg Notkirchen-Typen für eine serielle Produktion, die protestantischen Kriegsflüchtlingen zeitnah die insbesondere in mehrheitlich katholischen Gegenden fehlenden Andachtsräume mit vielfältiger Nutzungsmöglichkeit zur Verfügung stellen sollten. Die Kirche in Neufahrn – es handelt sich um Bautypus D, eine Holzskelettkonstruktion mit Walmdach – konnte 1950 nach nur drei Monaten Bauzeit eingeweiht werden. In den letzten Jahren fanden eine Instandsetzung statt bei der auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz förderte. Die Kirche ist am 13.09. von 10.00 bis 15.00 Uhr frei zugänglich und kann besichtigt werden. Um 15.00 Uhr findet ein gemeinsamer Einführungsgottesdienst mit dem neuen Pfarrer Franz Menzl statt.

Rottenburger Str. 18, Pfeffenhausen (Fassadenansicht, Quelle: Verein für Heimatgeschichte Pfeffenhausen und Umgebung e.V.)

Das Bauernhaus ist ein verputzter Blockbau aus dem 18. Jahrhundert. Vor einigen Jahren wurde es in Eigenregie von den Besitzerinnen und Besitzern umfangreich saniert. Zudem hat ein Museum für historische Werkstätten Platz im alten Bauernhaus gefunden. Für diese Leistung wurde das Projekt mit der Denkmalschutzmedaille 2022 ausgezeichnet. Das Gebäude ist am Tag des offenen Denkmals von 13.00- 17.00 Uhr geöffnet, zur vollen Stunde finden Führungen statt. 

Rosenstr. 4, Hohenthann (Fassadenansicht, Quelle: Beck-Bau)

Das Bauernhaus stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde in den letzten Jahren aufwendig saniert. Der sehr gut erhaltene Blockbau wurde material- und technikgerechten ertüchtigt und ergänzt. Es fanden aber auch neue Elemente und Baustoffe Einzug in das Haus, die ein spannendes Wechselspiel zwischen Alt und Neu erzeugen. Interessierte können das Haus von 15.00 -18.00 Uhr erkunden.

Museum Altdorf, Weinbergstr. 1 (Ansicht, Quelle: Museum Altdorf, Website Tourismusverband Ostbayern e.V.)

Das Museum hat geöffnet. Es werden zwischen 14.00 und 16.00 Uhr stündlich Führungen durch das Haus angeboten.

Goldbachmuseum in Ergoldsbach 

In Ergoldsbach wird am Vormittag um 10:00 Uhr und am Nachmittag um 14:00 Uhr jeweils ein ca. halbstündiger Vortrag im Bürgersaal zur Ergoldsbacher Industriegeschichte angeboten (Themen: Bahnhof und Dachziegelwerk Ergoldsbach). Anschließend führen die Mitglieder des Museumsvereins Goldbach MUSEUM zu historisch bedeutsamen Orten (Dauer des Spaziergangs: ca. 90 Minuten).