Kreishandwerksmeister und neuer Landrat im Austausch

02. Juni 2026: Landkreis Landshut und Handwerk setzen auf starke Partnerschaft
Kreishandwerksmeister Peter Baumgartner und Landshuts Landrat Alfred Holzner im Austausch

Trotz der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen auf nationaler und internationaler Ebene steht die Region Landshut weiterhin auf einem soliden Fundament. Einen wesentlichen Anteil daran hat das regionale Handwerk, das als Arbeitgeber, Ausbilder und Wirtschaftsmotor maßgeblich zur Stabilität und Lebensqualität im Landkreis beiträgt. Wie diese Stärke auch künftig gesichert werden kann, war zentrales Thema eines ersten Kennenlern-Gesprächs zwischen Kreishandwerksmeister Peter Baumgartner und dem neuen Landrat Alfred Holzner. 

Kreishandwerksmeister Peter Baumgartner betonte dabei die herausragende Bedeutung des Handwerks für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Mit 3.440 Handwerksbetrieben, knapp 15.000 Beschäftigten, rund 900 Auszubildenden und einem Jahresumsatz von etwa 2,4 Milliarden Euro zählt das Handwerk im Landkreis Landshut zu den tragenden Säulen der regionalen Wirtschaft. Niederbayernweit weist der Landkreis – neben Passau – die höchste Zahl an Handwerksbetrieben auf. 

„Unsere Betriebe sorgen nicht nur für Wertschöpfung vor Ort, sondern gewährleisten täglich die Versorgung der Bevölkerung, schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze und investieren in die Zukunft unserer Region“, so Baumgartner. Um diese Leistungsfähigkeit langfristig zu erhalten, brauche das Handwerk jedoch verlässliche Rahmenbedingungen, qualifizierte Fachkräfte und wirtschaftliche Stabilität. 

Der Fachkräftemangel stelle die Betriebe zunehmend vor große Herausforderungen. Zwar ist die wirtschaftliche Lage im Landkreis erfreulich stabil, doch genau diese Stabilität ist das Fundament, auf dem unsere Handwerksbetriebe erfolgreich wirtschaften und zukunftssichere Arbeitsplätze bieten können. Um diesen Erfolgskurs beizubehalten, müsse man jedoch weiter gegensteuern: Viele Ausbildungsplätze können derzeit nicht besetzt werden und offene Stellen bleiben häufig über längere Zeit vakant. „Die Auftragsbücher unserer Betriebe sind gut gefüllt, und die wirtschaftliche Stabilität ist da – was fehlt sind Mitarbeiter, die die Arbeit ausführen können“, erklärte der Kreishandwerksmeister. Deshalb müsse die berufliche Bildung noch stärker gefördert und die Attraktivität handwerklicher Berufe als sicherer und stabiler Karriereweg weiter in den Fokus gerückt werden. 

Landrat Alfred Holzner zeigte großes Verständnis für die Anliegen des Handwerks und unterstrich die Bedeutung von Bildung, Ausbildung und Weiterbildung für die Zukunftsfähigkeit des Landkreises. „Unsere Bildungsregion ist gut aufgestellt. Zudem profitieren wir von unserer attraktiven Lage und einer positiven Bevölkerungsentwicklung. Dennoch brauchen Handwerk und Mittelstand qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um ihre wichtige Rolle für die regionale Wirtschaft weiterhin erfüllen zu können“, so Holzner.

 Der Landkreis engagiert sich deshalb bereits seit Jahren aktiv bei der Fachkräftesicherung. Dazu zählen die BerufeschauNord, die Unterstützung vergleichbarer Veranstaltungen im südlichen Landkreis sowie erfolgreiche Initiativen wie „Ferien in der Werkstatt“ und die Jobtour, die jungen Menschen praxisnahe Einblicke in die Vielfalt der Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten im Handwerk ermöglichen. 

Beide Gesprächspartner waren sich einig, dass die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Handwerkerschaft auch künftig ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Entwicklung der Region Landshut sein wird.