„Landshuter Acht“ im Norden des Landkreises etabliert

14. August 2026: Neben dem Beitritt zum MVV Anfang des Jahres haben auch die zwei Buslinien der "Landshuter Acht" ihren Betrieb begonnen.

Seit über acht Monaten, genauer seit dem 1. Januar 2026, sind Stadt und Landkreis Landshut nun schon Teil des Münchner Verkehrsverbundes (MVV). Aber nicht nur der Beitritt zum MVV wurde zum Jahresbeginn vollzogen: Weitere Bestandteile des Öffentlichen Personennahverkehrs im Landkreis Landshut wurden verbessert und in die Tat umgesetzt.

So wurde als Herzstück des Ende 2023 beschlossenen Nahverkehrsplanes das Buslinienkonzept der „Landshuter Acht“ für den Landkreis Landshut weiterentwickelt. Mit der Nordschleife der Landshuter Acht nahmen die Fahrten der öffentlichen MVV-Linien 533 (davor LAVV 303) und 534 (davor 304) am 01. Januar 2026 ihren Betrieb auf.

Die Landshuter Acht bildet neben dem Schienenverkehr das Rückgrat des Verkehrsangebotes in der Region. Das Konzept beinhaltet ausgehend vom Landshuter Hauptbahnhof zwei getaktete Ringlinien – der nördliche Ring Richtung Rottenburg wurde nun umgesetzt und bedient die Gemeinden Altdorf, Furth, Pfeffenhausen, Rottenburg, Hohenthann und Ergolding.

Die Busse der beiden Linien verkehren in einem Stundentakt zwischen 6.00 und 20.00 Uhr sowie einen Zweistundentakt zwischen 20.00 und 22.00 Uhr. Zudem sind die Abfahrten zeitlich an den Schienenverkehr Richtung München sowie an die ebenfalls neu verstärkte MVV-Linie 537 (davor LAVV 307) Richtung Essenbach/Weng zum reibungslosen Umstieg angebunden.

Nach Ablauf der Einführungs- und Erprobungsphase im ersten Halbjahr 2026 wird deutlich, dass die im Takt deutlich verstärkte und zeitlich aufeinander abgestimmte Nordschleife von den Fahrgästen gut angenommen wird, wie erste Fahrgasterhebungen gezeigt haben: Tendenz steigend.

Damit profitieren die Fahrgäste im Landkreis Landshut nicht nur von den Neuerungen in Zusammenhang mit dem Beitritt zum MVV, wie zum Beispiel der App „MVVswipe“, die automatisch den günstigsten Fahrpreis errechnet, sowie der einheitlichen Tarifstruktur des MVV, sondern auch von einem deutlich größeren Fahrtangebot und einer besseren zeitlichen Koordinierung mit weiteren Verkehrsangeboten.

Tatsache ist jedoch auch, dass nicht alle Maßnahmen und Vorgaben, die im Nahverkehrsplan des Landkreises Landshut Berücksichtigung fanden, gleichzeitig und kurzfristig umgesetzt werden können. Weitere Maßnahmen, wie zum Beispiel die Realisierung des Südrings der Landshuter Acht, sollen in Abhängigkeit der finanziellen Rahmenbedingungen des Landkreises Landshut aber nach und nach erarbeitet und verwirklicht werden.