Erste Sitzung der Steuergruppe Senioren im Landratsamt Landshut

30. Juli 2026: Steuergruppe Senioren setzt neue Impulse für ein gutes Älterwerden im Landkreis Landshut
Bildunterschrift: Die Mitglieder der Steuergruppe Senioren des Landkreises Landshut kamen im neuen Landratsamt zu ihrer ersten Sitzung nach der Fortschreibung des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts zusammen. Gemeinsam wollen sie die Umsetzung zentraler Maßnahmen für mehr Lebensqualität im Alter weiter voranbringen.

Damit ältere Menschen auch künftig möglichst lange selbstständig in ihrem vertrauten Umfeld leben können, setzt der Landkreis Landshut die Fortschreibung seines seniorenpolitischen Gesamtkonzepts konsequent um. Wichtige Impulse dafür gab die Steuergruppe Senioren bei ihrer ersten Sitzung im neuen Landratsamt. Im Mittelpunkt stand eine Bilanz der bereits angestoßenen Maßnahmen sowie die Festlegung weiterer Schwerpunkte, um die Lebensqualität älterer Menschen im Landkreis nachhaltig zu verbessern.

Zu Beginn informierte Elisabeth Strasser, Seniorenbeauftragte des Landkreises, über erste Fortschritte bei der Umsetzung zentraler Maßnahmen. So habe sich die Versorgungssituation im Bereich der Kurzzeitpflege mit dem neuen Angebot „Kurzzeitpflege daheim“ deutlich verbessert. Interessierte können sich bei Fragen hierzu an den Pflegestützpunkt Landshut wenden.

Positiv entwickelt sich auch der Ausbau bürgerschaftlich organisierter Nachbarschaftshilfen. Zuletzt wurden in Rottenburg und Hohenthann neue Nachbarschaftshilfen gegründet, die von hauptamtlichen Kräften koordiniert werden. Gerade das enge Zusammenspiel von Ehrenamt und Hauptamt erweist sich dabei als wichtiger Erfolgsfaktor.

Auch den Ausbau des Quartiersmanagements treibt der Landkreis kontinuierlich voran. Derzeit gibt es entsprechende Angebote in Ergolding, Eching und Buch am Erlbach. Ein seniorengerechtes Quartiersmanagement erleichtert älteren Menschen den Zugang zu Unterstützung im Alltag – etwa durch Begegnungsangebote, Alltagshilfen, Beratung oder nachbarschaftliche Netzwerke. So können sie möglichst lange selbstständig und gut versorgt in ihrem vertrauten Wohnumfeld leben.

Um dem steigenden Bedarf an Unterstützungsangeboten im Alltag gerecht zu werden, qualifiziert das Landratsamt außerdem weitere Alltagsbegleiterinnen und Alltagsbegleiter. Im September finden dazu eine Schulung für Helfende nach § 45a SGB XI in Rottenburg sowie eine Schulung nach § 82 Abs. 4 Satz 2 Nr. 1 AVSG in Vilsbiburg statt.

Neben der Bilanz bereits umgesetzter Maßnahmen richtete die Steuergruppe den Blick auf künftige Vorhaben. Gemeinsam soll eine Informationskampagne auf den Weg gebracht werden, die bestehende Beratungs- und Unterstützungsangebote für ältere Menschen bekannter macht. „Wir haben im Landkreis und in der Region Landshut viele hilfreiche Angebote und Anlaufstellen. Nur hilft das nichts, wenn die Menschen im Ernstfall nicht wissen, wohin sie sich wenden können“, betonte Strasser.

Ein zentrales Zukunftsthema bleibt zudem die Mobilität im Alter. Ob Wocheneinkauf, Arzttermin, Friseurbesuch oder die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben – viele alltägliche Wege werden zur Herausforderung, wenn ältere Menschen nicht mehr selbst Auto fahren können. Das bestehende ÖPNV-Angebot sowie das Projekt 5050/mobil decken den Bedarf nur teilweise. Deshalb will die Steuergruppe den Ausbau zusätzlicher, wohnortnaher Mobilitätsangebote auf Gemeindeebene unterstützen. Mit dem Seniorentaxi in Velden und dem Malteser-Einkaufswagen in Wörth gibt es bereits erfolgreiche Beispiele im Landkreis, die auch anderen Gemeinden als Vorbild dienen können.

Handlungsbedarf sieht die Steuergruppe außerdem bei der Unterstützung älterer Menschen im Umgang mit Formularen und Schriftverkehr. In der gesamten Region fehlen bislang ausreichend niedrigschwellige Hilfsangebote, gleichzeitig steigt der Bedarf kontinuierlich. Bei einem erweiterten Netzwerktreffen im Herbst soll deshalb geprüft werden, ob und in welcher Form ein ehrenamtliches „Postpaten“-Projekt für die Region Landshut aufgebaut werden kann.