Regionaler Steuerungsverbund lud zur Jahreshauptversammlung

06. Mai 2026: Rückblick auf das Jubiläums-Jahr
Die Sprecherinnen und Sprecher der Arbeitsgruppen des Regionalen Steuerungsverbundes (RSV) um Vorsitzende Dr. Kathrin Dornes (Mitte) und Geschäftsführerin Doris Donderer (2. v. r.) und bei ihrer Jahresversammlung.

Rund 40 Teilnehmer aus dem Bereich der psychosozialen Versorgung in der Region Landshut konnte die erste Vorsitzende Dr. Kathrin Dornes bei der Jahreshauptversammlung des Regionalen Steuerungsverbundes im Landratsamt Landshut begrüßen. 

Der RSV Landshut (früher: Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft Landshut) wurde 1980 im Rahmen der Psychiatriereform gegründet. Diese Reform wurde im September 1975 mit dem Bericht über die „Lage der Psychiatrie in der Bundesrepublik Deutschland“- kurz: „Psychiatrie-Enquête“, eingeläutet. Ziel der Enquête war und ist es, die Versorgung psychisch kranker Menschen einschneidend zu reformieren. Das 50-jährige Bestehen der Psychiatrie-Enquête hat der RSV und seine Arbeitskreise im letzten Oktober mit verschiedenen Veranstaltungen gewürdigt, worauf Geschäftsführerin Doris Donderer in ihrem Tätigkeitsbericht einging.

Der Eröffnungsabend im Kinopolis war sehr gut besucht, auch das Theaterstück „All das Schöne“ im Salzstadel als Abschlussveranstaltung wurde von den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut angenommen. Einen großen Dank richtete Donderer dabei an alle Mitglieder der Arbeitsgruppen, die die Veranstaltungen vor- und nachbereitet haben sowie an die Geschäftsführung des Kinopolis für die Unterstützung während der Aktionstage. Weiterhin wurde über ein neu geplantes Angebot eines betreuten Einzelwohnens für psychisch kranke Menschen und die Möglichkeit von Schul- und Integrationsbegleitungen in Niederbayern informiert. Auch bei der Durchführung eines Workshops zum Thema „Ernährung im Alter“ hat sich der RSV beteiligt. 

Für die Arbeitskreise „Suchthilfe“, „Kinder und Jugendliche“, „Kinder psychisch kranker Eltern“ und „Gemeindepsychiatrischer Verbund“ gaben die jeweiligen Sprecher einen kurzen Tätigkeitsbericht. Sie haben sich einhellig zum Ziel gesetzt, die Vernetzung der beteiligten Einrichtungen in ihrem jeweiligen Aufgabengebiet zu erhalten und weiter auszubauen und so eine wertvolle Austauschplattform für fachliche Informationen und aktuelle Angebote zu bilden. So soll es auch 2026 wieder acht verschiedene Veranstaltungen im Rahmen des bekannten „Psychose-Seminars“ geben. 

Als nächsten Programmpunkt stellte Gisela Drégelyi die Selbsthilfegruppe für Angehörige und Freunde seelisch erkrankter Menschen im Raum Landshut vor. Dabei informierte sie auch über das Angebot „Prävention-Entstigmatisierung-Inklusion“ für Schulen. Márton Drégelyi berichtete über die Selbsthilfegruppe „Waage“, die sich an Menschen richtet, die unter seelischen Störungen leiden und oder bereits in psychiatrischer Behandlung waren oder sind.

Die Vorstellung des Vereins „MeinesichereBurg e. V.“ bildete den Abschluss der RSV-Jahresversammlung. Die Vorstandsmitglieder Claudia Raum, Susanne Schmid und Ernst Haertlmayr gaben einen Einblick in ihre Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen. 

Die Aufgabe des RSV war und ist es seither, Vorschläge zur Verbesserung und Erweiterung der regionalen Versorgungsstruktur zu erarbeiten und sie an die politischen Entscheidungsgremien weiterzuleiten. Durch den Ausbau ambulanter Behandlungs- und Beratungsangebote konnte in der Folge die stationäre Behandlungsdauer verkürzt oder sogar vermieden werden. 

Im Vorstand und Arbeitskreisen des RSV Landshut sind Fachleute und Vertreter der hiesigen Anbieter der ambulanten und stationären Hilfen aus der Stadt und dem Landkreis Landshut vertreten und vernetzt. Es besteht dazu ein regelmäßiger Austausch mit den zuständigen Kostenträgern, um den weiteren Ausbau von Hilfsangeboten voranzutreiben.