Fortschreibung des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts
Unter Beteiligung zahlreicher haupt- und ehrenamtlicher Akteure der Seniorenarbeit hat der Landkreis Landshut in den vergangenen eineinhalb Jahren an der Fortschreibung seines seniorenpolitischen Gesamtkonzepts aus dem Jahr 2016 gearbeitet. Nachdem auch der Kreistag einstimmig seine Zustimmung zum neuen Konzept gegeben hat, konnte nun im Rahmen einer gut besuchten Abschlussveranstaltung im neuen Landratsamt das Ergebnis der Fortschreibung vorgestellt und zugleich der Startschuss für die Umsetzung gegeben werden.
Seniorenbeauftragte Elisabeth Strasser bedankte sich bei den zahlreichen Bürgermeistern, Seniorenbeauftragten, Seniorenbeiräten sowie Vertretern verschiedener Fachstellen für ihr Kommen und betonte die Bedeutung einer erfolgreichen Umsetzung der neuen Maßnahmenempfehlungen für die älteren Menschen im Landkreis: „Wir wollen sicherstellen, dass die Menschen im Landkreis Landshut in ihrer vertrauten Umgebung gut älter werden können, ihr Leben selbstständig gestalten und bei Bedarf die nötige Unterstützung erhalten.“
Landrat Peter Dreier erinnerte in seinem Grußwort an die Erarbeitung des ersten seniorenpolitischen Gesamtkonzepts im Jahr 2015: „Seither wurde viel erreicht. Wir haben zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die unseren Grundsatz ‚ambulant vor stationär‘ unterstützen.“ Hierzu zählen unter anderem die Fachstelle Senioren und Wohnraumberatung im Landratsamt sowie der Pflegestützpunkt und die Koordinierungsstelle Demenz für den Landkreis Landshut. Angesichts der demografischen Entwicklung sei es unerlässlich, sich bei der Daseinsvorsorge auch künftig frühzeitig auf die damit verbundenen Herausforderungen einzustellen.
Im Anschluss stellte die Seniorenbeauftragte die Fortschreibung des Konzepts vor. Es sei eine systematische Bilanz gezogen und im Rahmen eines Experten-Workshops quer durch alle seniorenpolitischen Handlungsfelder neue Maßnahmenempfehlungen entwickelt und priorisiert worden. Diese wurden sowohl mit den Ergebnissen der Pflegebedarfsplanung als auch mit der Lokalen Entwicklungsstrategie für das Gebiet des Landkreises Landshut zusammengeführt und abgestimmt.
Die Umsetzung der Maßnahmenempfehlungen soll nun schrittweise erfolgen. Dabei sollen in den kommenden Jahren insbesondere die Themen alternative Mobilitätsangebote, Nachbarschaftshilfe, präventive Hausbesuche, Quartiersarbeit, häusliche Pflegekrisen sowie beschützende Unterbringungsmöglichkeiten für demenziell erkrankte Menschen mit besonderer Dringlichkeit vorangebracht werden. Die wichtigsten Umsetzungspartner sind dabei die Kommunen sowie die zahlreichen Fachstellen, Wohlfahrtsverbände, Vereine und privaten Dienstleister, die sich in der Region im Bereich der Seniorenarbeit engagieren. Die Rolle des Landkreises besteht darin, diesen Prozess zu steuern und zu unterstützen.
Erste Impulse zur Umsetzung wurden anschließend im Rahmen moderierter Werkstattgespräche gesammelt. Die Teilnehmenden brachten ihre vielfältige fachliche Expertise zu den wichtigsten Maßnahmenempfehlungen ein, sodass am Ende der Veranstaltung bereits ein erster Handlungsleitfaden für die kommenden Monate vorlag.
Angesichts des hohen Engagements, das alle Beteiligten bereits bei der Fortschreibung des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts gezeigt haben, zeigte sich die Elisabeth Strasser mit Blick auf die nun anstehende Umsetzung zuversichtlich: „Wir haben in unserer Region ein starkes Netzwerk, das effektiv und erfolgreich zusammenarbeitet – da kann man vieles auf den Weg bringen.“